Kommentar 06.08.2017, 11:34 Uhr

An DevOps führt kein Weg vorbei

Andreas Bachman von ADACOR Hosting erklärt in einem Kommentar, warum an DevOps kein Weg vorbeiführt.
Andreas Bachmann ist Mitgründer der ADACOR Hosting und bekleidet die Funktion des Chief Information Officer (CIO).
(Quelle: https://www.adacor.com/)
In DevOps steckt enormes Potenzial. Experten sprechen von High-Performance-IT-Organisationen, die häufiger neue Releases ausrollen, Softwarefehler schneller beheben, viel weniger Ausfälle verzeichnen und weitaus kürzere Durchlaufzeiten bieten als etablierte Betriebskonzepte. An DevOps – also an der Einführung funktionsübergreifender Prozesse und an einer optimierten Zusammenarbeit zwischen Entwicklung (Dev) und IT-Betrieb (Ops) – führt kein Weg mehr vorbei. Wer nicht den Anschluss verlieren will, muss sich dieser nicht immer bequemen Managementaufgabe stellen.

Denn es gilt sowohl bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch bei den Kundenunternehmen ein Umdenken einzuleiten. Galt bei Mitarbeitern im Operations-Bereich bisher »Never change a running system!«, während die Entwickler sich immer neuen Anforderungen des Business stellen mussten, so heißt es heute: Alle gemeinsam im Sinne eines effektiven Value-Flow. Der alte Gegensatz »schnell, aber gepfuscht« oder »langsam, dafür aber stabil« wird mit DevOps aufgehoben.
Wie entwickelt sich der Mehrwert eines Projekts?
Dabei muss sich auch das Management darüber im Klaren sein, dass es bei der Einführung von DevOps nicht um die Etablierung technischer Vereinfachungen geht. Alle Experten, die an IT-Projekten arbeiten, müssen den durchgehenden Wertefluss eines Projekts verstehen. Sie müssen sich kontinuierlich austauschen und alle Prozesse analysieren. Automatisierung und die Befähigung von Entscheidern aus den Fachabteilungen unabhängig von den IT-Administratoren stehen im Vordergrund. DevOps eröffnet so die Chance, eine kurze Time to Market zu erreichen und damit Wettbewerbsvorteile zu nutzen.
Vor allem muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass in einem effektiven DevOps-Prozess Veränderung für Stabilität sorgt. Das ist kein Paradox: Besonders bei komplexen Projekten macht es Sinn, Neuerungen und Changes kontinuierlich in kleinen Schritten gesteuert umzusetzen. Dadurch können auch Risikofaktoren schneller erkannt werden. Wer stets versucht, Schaden von einem System fernzuhalten, indem er Veränderungen ablehnt, der ist schnell aufgeschmissen. Denn dann müssen große Veränderungen auf einmal unter dem Druck des Marktes gestemmt werden.
Alle Branchen ringen um den Digital Customer
Der Wettbewerb um den Digital Customer hat heute schon Einzug in fast alle Branchen gehalten. Nicht nur dass Kundenwünsche sich immer schneller verändern und stets Innovationen erfordern, auch Businessoperationen wie Zahlungsmethoden, Logistikwege oder der Zugang über mobile Endgeräte befinden sich in einer stetigen Transformation. IT-Teams, die gemeinsam, schneller und in kürzeren Taktzyklen liefern, sind für diese Anforderungen bestens aufgestellt. Wie gesagt: An DevOps führt kein Weg vorbei.




Das könnte Sie auch interessieren