Canonical 06.07.2017, 11:46 Uhr

Ubuntu-Core auf dem Raspberry-Pi-Compute-Modul-3

Canonical, die Firma hinter Ubuntu, will sein IoT-Betriebssystem Ubuntu Core auf dem Raspberry-Pi-Compute-Modul-3 zur Verfügung stellen.
Das im Januar 2017 vorgestellte Raspberry-Pi-Compute-Modul-3 (CM3) ist eine Mikro-Version des Raspberry-Pi-3 mit dem Zweck, einen einfachen, kostenoptimierten Einplatinen-Computer zur Verfügung zu stellen. Dadurch, dass das CM3 mit einem standardmäßigen, kostengünstigen DDR2-SODIMM-Verbinder auf einfache Weise in eine Baugruppe ein- bzw. ausgesteckt werden kann, bietet es einen einfachen Weg zur Baugruppenerstellung, -aufwertung oder -wartung. Sollte beispielsweise Ihre Digital-Signage-Lösung nach einer gewissen Einsatzzeit neue Funktionalität oder höhere Leistung erfordern, so ist das Compute-Upgrade nunmehr so einfach wie das Einstecken einer neuen Platine. Das Compute-Modul-3 besitzt außerdem einen belastbareren, auf dem Board integrierten Speicher, wodurch es eine robustere Compute-Option für industrielle Anwendungen wird.

»Raspberry-Pi wird seit langer Zeit von vielen Entwicklern und Erfindern eingesetzt. Der Einsatz von CM3 und Ubuntu Core erlaubt es neue Geräte auf einfachste Weise in Produktivumgebungen auszurollen«, kommentiert Mike Bell, EVP für IoT und Geräte bei Canonical. »Die stete Bereitstellung kosteneffektiver, optimierter Mehrzweck-Einplatinen-Computer durch die Raspberry-Pi-Stiftung ist entscheidend für die Realisierung einer software-definierten Zukunft. Mit CM3 wurde die Entwicklung eines jeden Gerätes, von einem Edge-Router bis zu einem intelligenten Aufzug, zu einem Verkaufsautomaten der nächsten Generation oder einer Digital-Signage-Lösung bequemer und machbarer und ist inzwischen so einfach wie die Entwicklung eines speziellen Snaps für Ihre spezifischen Anforderungen.«

Eben Upton, CEO bei Raspberry-Pi (Trading), fügt hinzu: “Offizielle Unterstützung für Ubuntu-Core zu erlangen ist höchst bedeutend für unser Compute-Module-3. Sie erschließt eine riesige Gemeinschaft von Entwicklern, die nur darauf warten, Ubuntus spezielle Vorteile in der IoT-Welt zu nutzen: seine Ressourcen-Effizienz, Vielseitigkeit und industrie-führenden Sicherheitsfunktionen. Als Resultat hieraus erwarten wir eine signifikante Verbreitung des Einsatzes des Compute-Modules-3, und zwar sowohl in kommerziellen Anwendungen als auch bei individuellen Projekten.”

Das Raspberry-Pi-Compute-Module-3 wird nicht nur die Grundlage für eine Menge neuer IoT-Produkte und damit verbundener Geräte bilden, sondern auch mit hoher Wahrscheinlichkeit in andere, bereits etablierte Produkte übernommen werden, die gegenwärtig auf voll-ausgestatteten Raspberry-Pi-Boards laufen, und zwar entweder zum Zweck der Verbesserung der existierenden Rechenleistung oder aber zur Reduzierung der Kosten.

Das CM3 enthält den Raspberry-Pi-3 BCM2837-Prozessor, 1 GByte RAM, sowie einen 4GByte-eMMC-Flashspeicher, der direkt mit dem Prozessor verbunden ist, was den Speicher belastbarer macht, während das auf dem voll-ausgestatteten Raspberry-Pi-3 vorhandene Wi-Fi-Modul weggelassen wurde. Mit einer Taktfrequenz von 1,2 GHz und einem Quad-Core-Prozessor läuft das CM3 etwa zehnmal so schnell wie ein Pi-1. Als zusätzliche Version führt das Compute-Module-3-Lite (CM3L) das SD-Card-Interface auf die Modulpins heraus, so dass Anwender die Flexibilität haben, eine Verbindung zu einer eMMC- oder SD-Card ihrer Wahl herzustellen.




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