RapidClipse 12.02.2017, 09:15 Uhr

Visuelle Java Entwicklung

Die freie Eclipse Distribution RapidClipse ist jetzt in Version 3.0 als Final Release verfügbar.
RapidClipse verwandelt Eclipse in eine visuelle Java Entwicklungsumgebung, die Cross-Platform-Development unterstützt. Ziel des Projektes ist es, die Anwendungsentwicklung mit Java stark zu vereinfachen und zu beschleunigen. Zielgruppe sind Anwendungsentwickler, die unternehmenskritische Business-Applikationen unter großem Zeitdruck entwickeln oder wichtige Altanwendungen auf Java portieren müssen. Auch Entwickler, die noch mit 4gl Tools wie Oracle Forms, Visual Basic, Microsoft Access o.ä. arbeiten, soll der Umstieg auf Java und Eclipse damit leichtgemacht werden. Damit soll Eclipse für einen sehr viel größeren Nutzerkreis als bisher zugänglich werden.

RapidClipse enthält bereits standardmäßig alle wichtigen Eclipse Plugins, die man für die Anwendungsentwicklung mit Java braucht. Der bei Eclipse berühmtberüchtigte Installations- und Konfigurationsaufwand fällt damit vollständig weg. Zusätzlich bringt die Distribution zahlreiche Verbesserungen für die JBoss Hibernate Tools sowie eine ganze Reihe zusätzlicher Werkzeuge mit, insbesondere für GUI-Design, Datenbank- und Cross-Plattform Entwicklung.
 
Neu in Version 3 ist ein vollständig neu geschriebener GUI-Builder auf Basis von Vaadin, der das Designen von HTML 5 Oberflächen ermöglicht und sowohl deklarativen XML- als auch klassischen Java Quellcode generiert. Ganz anders als bei GUI-Buildern der ersten Generation ist der generierte Quellcode strukturiert und frei von unnötigem Ballast.
 
Für Datenbankentwickler sehr hilfreich ist die stark verbesserte Hibernate Import Funktion des JBoss Tooling, die beim Datenbank-Metadaten-Import endlich sämtliche Datentypen korrekt auf entsprechende Javatypen mappt. Der Entwickler muss sich nicht mehr mit Hibernate-Datatype-Mapping Problemen und dem manuellen Ergänzen von Hibernate Annotations bei den generierten Entity-Klassen herumplagen.
Dazu führt RapidClipse mit JPA-SQL eine neue Abfragesprache für JPA (Java Persistence API) ein. JPA-SQL ist eine domänenspezifische Sprache (DSL) die bewusst eng an SQL angelehnt wurde. Während die bislang für die JPA-Entwicklung verfügbaren Query-APIs (JPQL, JPA Criteria etc.) als sehr komplex gelten, versteht man JPA-SQL als Entwickler mit SQL-Vorkenntnissen auf Anhieb, was die gesamte Datenbankentwicklung mit JPA vor allem für JPA Neulinge stark vereinfacht. Um konform mit dem JPA Standard zu bleiben, wird der JPA-SQL Code abschließend in Javacode umgewandelt, der auf der JPA Criteria API basiert. Damit ist der Einsatz von JPA-SQL in Verbindung mit jedem beliebigen JPA-Provider möglich, u.a. Hibernate, EclipseLink und OpenJPA. In Kürze soll ein als eigenständiges JPA-SQL Plugin für Eclipse verfügbar sein.
 
Mit den Cross-Platform-Deployment-Tools lässt sich jedes RapidClipse Projekt wahlweise als HTML 5 Web-Anwendung, Mobile App für Android und iOS sowie als klassische Java Desktop Applikation auf Basis von SWT und HTML 5 fertigstellen und ausliefern. Mit Hilfe einer AWS-Cloud Integration ist auch das Synchronisieren, Builden, Testen und Hosten von Java Projekten in einer auf Amazon Webservices (AWS) basierenden Cloud-Umgebung möglich.
 
Das RapidClipse Framework wurde um ein Mobile-Kit erweitert, die dem Entwickler Zugriff auf native System- und Gerätefunktionen mobiler Devices ermöglicht, was mit Vaadin bislang noch nicht möglich war. Unterstützt werden u.a. Zugriffe auf die Kameras, Geolocation, Kompass, Geräte-Buttons, die Kontaktdatenbank, das lokale Dateisystem sowie auf die Schnittstellen für sämtliche Barcodescanner, Bluetooth, NFC und SMS-Versand.
 
Voraussetzung für das Ausführen von RapidClipse Anwendungen ist lediglich ein leichtgewichtiger Servlet-Container wie Tomcat. Die RapidClipse Distribution selbst lizenzkostenfrei verfügbar. Das gesamte Framework ist Open Source.




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