TCS-Studie 19.03.2017, 08:33 Uhr

KI als Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit

84 Prozent der Unternehmen weltweit beurteilen Künstliche Intelligenz (KI) als essenziell für ihre Wettbewerbsfähigkeit, 50 Prozent messen der Technologie eine erhebliche Transformationskraft bei.
Das ist das Ergebnis einer globalen Trendstudie von Tata Consultancy Services mit dem Titel »Getting Smarter by the Day: How AI is Elevating the Performance of Global Companies«. Befragt wurden 835 Führungskräfte in Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 20 Milliarden US-Dollar aus verschiedenen Branchen in 13 Ländern zum derzeitigen und künftigen Einfluss von KI. 

Laut den befragten Führungskräften wirkt sich KI auf nahezu alle Unternehmensbereiche aus. Wenig überraschend nutzen heute hauptsächlich IT-Abteilungen Künstliche Intelligenz: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Unternehmen nutzt die Technologie, um Sicherheitslücken aufzuspüren, Anwenderprobleme zu lösen oder zur Automatisierung von Routineabläufen. Jedoch gehen 70 Prozent der Befragten davon aus, dass KI im Jahr 2020 die größten Auswirkungen außerhalb der IT-Abteilung haben wird. Ein knappes Drittel (32 Prozent) sieht die größten Auswirkungen durch KI im Jahr 2020 in Vertrieb, Marketing und Kundenservice. In Unternehmensbereichen, die keinen Kundenkontakt haben, sieht jeder fünfte Befragte (20 Prozent) die größten Auswirkungen. Dazu zählen strategische Planung, Unternehmensentwicklung sowie die Finanz- und Personalabteilung.

Die befragten Führungskräfte arbeiten in unterschiedlichen Branchen, darunter Automobil, Banken und Finanzdienstleistungen, Energie, Gesundheitswesen, Life Sciences, Fertigung und Handel. Die branchenübergreifenden Umfrageergebnisse zeigen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf verschiedene Tätigkeiten in den kommenden Jahren: Kundenbetreuer lösen dank der Unterstützung Probleme schneller und antizipieren künftige Käufe, Finanzdienstleistungsunternehmen gleichen Massentransaktionen schnell und sicher über Nacht ab, Mitarbeiter der Personalabteilung müssen sich nicht um die zeitintensiven Onboarding-Prozesse für neue Mitarbeiter kümmern.

Nach Schätzung der Umfrageteilnehmer fallen unter dem Strich je nach Unternehmensbereich bis 2020 zwischen vier und sieben Prozent der Arbeitsplätze weg. Allerdings erwarten Unternehmen mit den größten finanziellen Nutzen durch Künstliche Intelligenz dreimal so viele neue Arbeitsplätze bis 2020 verglichen mit Unternehmen, die die geringsten Verbesserungen bei Umsatz oder Kosten durch KI erzielen. Bereits heute wird Künstliche Intelligenz zur Automatisierung bestimmter Prozesse sowie zur Effizienzsteigerung genutzt und hilft Mitarbeitern produktiver zu sein, wodurch sie mehr Zeit für strategische Aufgaben haben. Darüber hinaus entstehen durch KI neue Tätigkeiten und Services, die zuvor nicht möglich waren.

»Wenn Unternehmen ein besseres Verständnis von KI-Anwendungen für ihre Geschäftsanforderungen bekommen, erkennen sie die signifikante Auswirkung dieser transformativen Kraft. Das zeigt unsere globale Trendstudie. Auch wird deutlich, dass zukunftsorientierte Unternehmen anfangen, umfangreich in Künstliche Intelligenz zu investieren«, sagt K Ananth Krishnan, Chief Technology Officer bei TCS. »Aufgrund der zunehmenden digitalen Disruption in allen Branchen, einschließlich der öffentlichen Verwaltung, sollte KI ein wesentlicher und integrierter Bestandteil der Unternehmensstrategie werden.«




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