Bewerbermanagementsystem 12.07.2017, 11:13 Uhr

Xing kauft Prescreen für 17 Millionen Euro

Xing übernimmt Prescreen, Anbieter des gleichnamigen Bewerbermanagementsystems, für 17 Millionen Euro. Mit dem Zukauf will das Karriere-Netzwerk den Bereich E-Recruiting weiter ausbauen.
Xing-CEO Thomas Vollmoeller will mit Prescreen den Bereich E-Recruiting stärken.
Schon länger konzentriert sich Xing auf den Ausbau seines Bereichs E-Recruiting. Um das Segment weiter zu stärken, übernimmt das Karriere-Netzwerk nun Prescreen, Anbieter des gleichnamigen Bewerbermanagementsystems. Der Kaufpreis beträgt 17 Millionen Euro.
Prescreen ist Anbieter für ATS-Lösungen. Diese Applicant Tracking Systeme (ATS) werden im Personalwesen eingesetzt. Moderne ATS-Lösungen, die cloud-basiert sind und intuitive Nutzeroberflächen bieten, sind in den USA bereits weit verbreitet und kommen zunehmend auch im deutschsprachigen Raum an.
Mittels eines ATS können Personalsuchende den gesamten Prozess von der Vakanz bis hin zur Einstellung eines Kandidaten mit einer Software-Lösung managen. Das heißt: Sie können beispielsweise Stellenanzeigen auf der eigenen Karriereseite sowie in Netzwerken und Stellenbörsen verbreiten, Bewerbungen dokumentieren und nach Kriterien sortieren, einen Talentpool für die Besetzung künftiger Vakanzen anlegen und Assessments durchführen, um die Eignung von Kandidaten zu überprüfen.
Derzeit hat Prescreen rund 350 Unternehmenskunden, darunter Beiersdorf, Ströer und Unicredit Bank Austria. Das Unternehmen sitzt in Wien und beschäftigt 27 Mitarbeiter, die nach der Übernahme an Bord bleiben. Das gilt auch für das siebenköpfige Gründerteam rund um den CEO Constantin Wintoniak.
Der Fokus soll nun darauf liegen, Prescreen mit den bestehenden E-Recruiting-Produkten von Xing zu verbinden und Personalsuchenden einen Rundumservice zu bieten - von Suche über die Identifikation bis hin zur Einstellung des Kandidaten.
Xing hat aktuell mehr als 12 Millionen Mitgliedern. Seit Anfang 2015 gehört die Jobsuchmaschine Jobbörse.com zum Portfolio des Unternehmens. Zuvor hatte Xing kununu übernommen.




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