eco und ADL 31.07.2017, 07:46 Uhr

Umfassende Smart-City-Studie

Der Smart-City-Markt ist in den kommenden Jahren einer der am schnellsten wachsenden Sektoren weltweit und auch in Deutschland.
Laut der Studie von eco und Arthur D. Little »Der deutsche Smart-City-Markt 2017–2022. Zahlen und Fakten« verzeichnet dieser Sektor 2017 einen Umsatz von circa 20,4 Milliarden Euro. Bis 2022 sollen sich diese Umsätze in Deutschland auf rund 43,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln – das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 16,5 Prozent.
 
»Smart-City-Konzepte bieten Antworten auf die Herausforderungen der Urbanisierung«, sagt Harald A. Summa, Geschäftsführer eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. »Dazu gehören Lösungen für immer mehr Mobilität, eine bessere Luft- und Umweltqualität und für eine alternde Bevölkerung.« Das Internet der Dinge wird in Form von Smart-City-Lösungen Kommunen und Bürgern die adäquate Versorgung älterer Menschen erleichtern und gleichzeitig mit smarten Verkehrs-Konzepten Stau und Emissionen verringern.
 
Zukunftsweisende Mobilitätsstrategien, wie sie die Smart Cities Wien oder Dubai zum Teil schon umgesetzt haben, werden sich auch in Deutschland durchsetzen, prognostiziert die Studie. Der Bereich mit dem größten Marktvolumen im Smart-City-Ökosystem ist und bleibt die Transport & Logistik-Branche. Intelligente Parksysteme, reibungslose Verzahnung unterschiedlicher Verkehrssysteme und intelligentes Verkehrsmanagement sind einige der Services aus diesem Segment. Auch der Bereich IT-Sicherheit und Netzinfrastruktur profitiert von besonders großen Investitionen – mit circa 3,5 Milliarden Euro Umsatz 2017 und einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 13 Prozent. Gemeinsam mit dem Bereich physischer Sicherheit mit audiovisueller Überwachung, intelligenten Zugangskontrollsystemen sowie Identitätsmanagement und Gebäudeautomatisierung vereinen die oben genannten Wachstumsfelder über 65 Prozent des gesamten Smart-City-Marktes im Jahr 2017 für sich.
Mit einem jährlichen Wachstum von rund 27 Prozent wird das Marktsegment Bildung besonders stark zulegen. Die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen steht noch am Anfang, hier sind in den nächsten Jahren hohe Ausgaben für Hardware, Software und Service-Leistungen wie Cloud-Plattformen sowie digitale Lehrinhalte zu erwarten.
Hohe Investitionen sagt die Studie auch für die Gesundheits-Infrastruktur voraus. Mobile Gesundheitsgeräte wie portable Blutzuckermessgeräte treiben diese Entwicklung. Die alternde Bevölkerung wird zunehmend von digitale Patientenakten und persönlichem Gesundheitsmanagement profitieren.




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