Radware-Studie 19.06.2017, 11:31 Uhr

Automatisierung und KI im Kampf gegen Cyberattacken

Bei der Abwehr von Cyberangriffen setzen mittlere und große Unternehmen zunehmend auf automatisierte Sicherheitslösungen, um der Agilität der Angreifer entgegen zu treten.
Georgeta Toth ist Regional Director DACH bei Radware.
81 Prozent der von Radware für die 2017 Executive Application & Network Security Survey befragten 200 Führungskräfte aus europäischen und US-amerikanischen Unternehmen gaben an, bereits heute verstärkt solche Systeme einzusetzen. 38 Prozent gehen davon aus, dass automatisierte und selbstlernende Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb von zwei Jahren der wesentliche Stützpfeiler ihrer Sicherheitsstrategie sein werden.

Etwa ein Drittel der Befragten hat schon heute mehr Vertrauen in automatisierte Lösungen als in ausschließlich menschliche Expertise, nur noch ein Viertel sieht das andersherum. Der Glaube an die Automatisierung und KI ist dabei in Europa deutlich stärker ausgeprägt als in den USA; in der alten Welt gehen 46 Prozent der Befragten davon aus, dass solche Systeme in zwei Jahren für die Sicherheit von Netzwerken unabdingbar sein werden, in der neuen nur 30 Prozent.

»Cyberattacken werden immer komplexer, ob es sich nun um einen reinen Denial-of-Service-Angriff handelt oder um den Versuch, Daten zu stehlen oder zu manipulieren«, kommentiert Georgeta Toth, Regional Director DACH bei Radware. »Vor allem verändern sich die Angriffsmuster rasch, da auch die Angreifer auf Automatisierung setzen. Mit rein manuellen Abwehrmaßnahmen können Unternehmen diesen dynamischen Angriffen nur wenig entgegensetzen. Sie müssen Feuer mit Feuer bekämpfen, um die Sicherheit von Netzwerken und Anwendungen zu gewährleisten.«

Neben automatisierten Lösungen setzen vor allen europäische Unternehmen auf sehr spezielle Expertise. 58 Prozent der Befragten gaben an, sie würden sicher oder höchstwahrscheinlich Ex-Hacker beschäftigen, um ihre Sicherheitsarchitektur und die entsprechenden Systeme zu testen und zu verbessern. In den USA plant dies nicht einmal jedes dritte Unternehmen (27 Prozent). Zudem tendieren europäische Unternehmen eher als amerikanische dazu, sich bei der Sicherheit ihrer Netzwerke auf ihren ISP zu verlassen (39 vs. 26 Prozent), während amerikanische eher einen spezialisierten Security Service Provider beauftragen als europäische (19 bzw. 10 Prozent).

Der gesamte Bericht zur Studie steht (in englischer Sprache) unter www.radware.com/csuite2017/ zum Download zur Verfügung.




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