Integration von Wearables ins Fahrzeug
25.01.2016, 07:51 Uhr

Neues Ford-Forschungslabor gegründet

Persönliche Technik-Features und Fahrzeug-Technologien sollen immer enger zusammenwachsen - dies ist das Ziel des neuen Forschungslabors für die Integration von Wearables, das Ford jetzt an seinem US-amerikanischen Hauptsitz in Dearborn/Michigan gegründet hat.
Persönliche Technik-Features und Fahrzeug-Technologien sollen immer enger zusammenwachsen - dies ist das Ziel des neuen Forschungslabors für die Integration von Wearables, das Ford jetzt in Dearborn/Michigan gegründet hat.
(Quelle: www.ford.de)
Das neue Labor trägt den Namen »Automotive Wearables Experience«. Die Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten dort gemeinsam an der Integration von tragbaren Gadgets und Fahrzeugen. Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wie wichtige Gesundheitsinformationen des Fahrers mit Fahrzeug-Technologien wie beispielsweise dem Fahrspurhalte-Assistent oder dem Toter-Winkel-Assistent (BLIS) verknüpft werden können. Ziel ist es, die Sicherheit der Autofahrer weiter zu verbessern.
Der Fahrspurhalte-Assistent könnte beispielsweise künftig empfindlicher auf Abweichungen von der korrekten Fahrtrichtung reagieren, sobald die Smartwatch des Fahrers meldet, dass dieser in der vorigen Nacht nicht genügend Schlaf hatte. Ein anderes Beispiel: Falls sich der Puls des Fahrzeuglenkers in dichtem Verkehr beschleunigt und ein Wearable dies erfasst, könnte ein System wie die Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage automatisch eine größere Mindestdistanz zum vorausfahrenden Auto halten.
Funktionen wie das Erfassen der Aufmerksamkeit des Fahrers sowie von Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Puls und anderer Werte über ein tragbares Gerät könnten künftig auch in voll-autonomen Fahrzeugen zum Zuge kommen. Das neue Forschungslabor von Ford untersucht daher, wie Passagiere eines autonom fahrenden Automobils benachrichtigt werden sollen, falls sie kurzfristig selbst das Steuer übernehmen müssen. Die Bandbreite möglicher Signale reicht vom Vibrations-Alarm am Handgelenk über Signaltöne bis hin zu Leuchtsignalen im Armaturenträger.
Ein weiterer Forschungsbereich des neuen Wearables-Labors von Ford ist die Sprachsteuerung der Smartwatch-Version der App MyFord Mobile. Künftig sollen Autofahrer ihren Ford auf Wunsch auch per Smartphone oder Uhr-App starten, ver- und entriegeln sowie zuverlässig lokalisieren können.
Auch für die futuristischen Datenbrillen entwickelt das Forschungslabor automobile Ideen. Ansätze wie Augmented Reality sollen Kunden ganz buchstäblich neue Einblicke in die Welt von Ford ermöglichen. Entsprechend ausgestattete Datenbrillen könnten Interessenten beispielsweise durch ein Autohaus leiten und mit Informationen zum jeweils betrachteten Modell versorgen. Die Fahrzeuge im Showroom wiederum liefern über Tags intelligente Features von technischen Daten bis hin zur virtuellen Testfahrt.
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