24.01.2012, 14:59 Uhr

Wofür war Node.js nochmal gut??

Für viele Entwickler aus dem Web-Bereich ist Node.js das nächste große Ding, die Plattform der Zukunft. Aber was steckt eigentlich dahinter, und was genau begeistert die Entwicklerszene daran?
Node.js
Das JavaScript-basierte Framework Node.js dient zur Entwicklung schneller, skalierbarer Netzwerk-Anwendungen und Server.
Node.js ist ein JavaScript-basiertes Anwendungsframework zur Entwicklung schneller, skalierbarer Netzwerk-Anwendungen. Herzstück ist Googles V8-JavaScript-Engine, die ursprünglich für Chrome entwickelt wurde. Die Engine erhöht die Performance, indem sie JavaScript direkt in nativen Maschinencode kompiliert (Just-In-Time-Kompilierung).
Eine entscheidende Besonderheit des Frameworks ist außerdem seine Fähigkeit zur Kommunikation mit Events sowie zur gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Client-Verbindungen, was Node.js vor allem für die Webserver-Entwicklung interessant macht.
Einfacher, mit Node.js geschriebener Webserver, der auf jede Anfrage mit "Hello World" antwortet.
Traditionell sind Server nämlich nicht eventgesteuert, sondern threadbasiert. Am besten kann man sich das vorstellen wie die Warteschlange in einem Fast-Food-Restaurant: Bei einem threadbasierten Server geben Sie Ihre Bestellung auf und warten dann weiter an ihrem Platz in der Schlange, bis Ihre Bestellung da ist; in dieser Zeit bewegt sich die Schlange allerdings kein Stück weiter, weil die Bedienung nicht die Möglichkeit hat, den nächsten Kunden zu bedienen.
Bei einem eventgesteuerten Server dagegen geben Sie Ihre Bestellung auf und treten dann zur Seite, um Platz für den nächsten Kunden zu machen. Währenddessen wird Ihre Bestellung im Hintergrund bearbeitet und Ihnen, sobald sie fertig ist, gebracht bzw. zur Abholung bereitgestellt.
Entscheidend ist hierbei, dass die Annahme neuer Bestellungen, also der Input-Output-Betrieb des Servers, nicht behindert wird – man spricht darum auch von non-blocking I/O (im Gegensatz zu blocking I/O bei klassischen, threadbasierten Servern).
Zwar geht es im Fall von Serveranfragen tatsächlich nur um Mikrosekunden – aber auf Mikrosekunden kommt es auch an, ganz besonders bei hochskalierbaren Servern und vielen gleichzeitigen, datenintensiven Anfragen.Seit der Version 0.6 wird nun auch Windows nativ durch Node.js unterstützt; derzeit liegt das Framework in der Version 0.6.8 vor.
Den Download sowie eine ausführliche Dokumentation und weiterführende Links finden Sie auf der Homepage.
EDIT: Auf codekicker.de haben wir eine Diskussion zum Thema gestartet - hier geht's lang!




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