Nachhaltige Rechenzentren 30.03.2020, 09:25 Uhr

Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs

Zu fast jeder größeren Einheit in Deutschland gehört auch ein Rechenzentrum. Doch die Herzkammern der digitalen Infrastruktur verbrauchen Jahr um Jahr mehr Energie und Rohstoffe.
Die Homepage des Projekts für nachhaltige Rechenzentren.
(Quelle: www.nachhaltige–rechenzentren.de )
Wie man Rechenzentren nachhaltiger machen kann, untersuchte ein Konsortium aus Forschung, Industrie und Wirtschaft unter der Leitung des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart. Im Rahmen eines Thementages beim Projektpartner Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart wurden die Ergebnisse vorgestellt.
Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten, durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts EcoRZ nahm das Konsortium Rechenzentren in Baden-Württemberg unter die Lupe, erfasste den Stand der Infrastruktur und ermittelte Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz, des Einsatzes Erneuerbarer Energien und des sparsamen Rohstoffeinsatzes. Zudem wurden die möglichen Beiträge von Rechenzentren zur Flexibilisierung des Energiesystems analysiert und Indikatoren für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Bewertung der Nachhaltigkeit von Rechenzentren entwickelt.
Da Rechenzentren jedes Kilowatt an verbrauchtem Strom als Wärme wieder in die Umwelt abgeben, kommt der Nutzung der Abwärme auf dem Weg zum nachhaltigen Rechenzentrum eine Schlüsselrolle zu. Diese sollte, so die Empfehlung der Forschenden, verstärkt in die kommunale Wärmeplanung integriert werden, zum Beispiel zur Bereitstellung von CO2-neutraler Abwärme für Nahwärmenetze.
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden zudem für einen »Leitfaden Nachhaltige Rechenzentren« aufbereitet. Betreiber von Rechenzentren finden darin Impulse für wirtschaftliche Verbesserungen, politische Entscheidungsträger eine Grundlage für Förder- und Anreizprogramme.



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