IBM Internet of Things (IoT) 02.02.2018, 08:54 Uhr

Digitalisierung des Hafenbetriebs in Rotterdam

Der Hafenbetrieb Rotterdam und IBM haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen einer mehrjährigen Digitalisierungsinitiative bekannt gegeben.
Der Hafen Rotterdam und IBM arbeiten bei der Digitalisierung und Vernetzung des Hafens zusammen.
(Quelle: Hafen Rotterdam)
Ziel der Kooperation ist die Transformation der Betriebsumgebung des Hafens durch IoT-Technologien mit Anbindung an die Cloud. Mit der Initiative soll auch das gesamte Hafengelände in seiner Länge von 42 Kilometern auf die künftige Abfertigung vernetzter Schiffe vorbereitet werden. Begonnen wird mit der Entwicklung einer zentralen Dashboard-Anwendung, die Wasser-, Wetter-, Sensor- und Kommunikationsdaten in Echtzeit erfasst, verarbeitet und über die IoT-Plattform von IBM analysiert.

»Wir haben in Rotterdam entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um zum intelligentesten Hafen der Welt zu werden«, so Paul Smits, Chief Innovation Officer vom Hafenbetrieb Rotterdam. »Schnelle und effiziente Abläufe sind für unser Geschäft unerlässlich und erfordern, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden Daten nutzen. Dank Echtzeitinformationen über Infrastruktur, Wasser, Luft und viele andere Bereiche können wir den Service für alle, die den Hafen nutzen, erheblich verbessern und uns auf die Umstellung auf einen vernetzten, autonomen Schiffsverkehr vorbereiten.«

Als größter Hafen Europas verzeichnet der Hafen Rotterdam, in dem jährlich 140.000 Schiffe abgefertigt werden, einen Güterumschlag von 461 Million Tonnen pro Jahr. Bislang nutzte man im Hafen die herkömmliche Funk- und Radarkommunikation zwischen Kapitänen, Piloten, Terminalbetreibern und Schleppern, um den Hafenbetrieb zu koordinieren. Im Zuge der eingeleiteten digitalen Transformation des Hafens werden nun auf dem 42 km langen Hafengelände von der Stadt Rotterdam bis zur Nordsee Sensoren entlang der Kaimauern, Anlegestellen und Straßen auf dem Hafengelände installiert. Diese Sensoren erfassen diverse Datenströme, einschließlich Wasser- und Wetterdaten über Gezeiten und Strömungen, Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung, Wasserstände, Liegeplatzverfügbarkeit und Sichtverhältnisse.

Diese Daten werden von den cloudbasierten IoT-Technologien von IBM analysiert und in Informationen umgewandelt, die der Hafen Rotterdam als Entscheidungsgrundlage heranziehen kann. Damit will der Hafenbetrieb Wartezeiten verkürzen, den optimalen Zeitpunkt für das Anlegen und Be- und Entladen von Schiffen bestimmen sowie den verfügbaren Platz besser nutzen und die Kapazität zur Abfertigung der Schiffe erhöhen.


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