IoT-Geräte im Fokus 27.10.2019, 09:01 Uhr

Smarte Geräte lukratives Ziel für Cyberkriminelle

Im ersten Halbjahr 2019 gab es neun Mal so viele Cyberattacken auf Geräte innerhalb des Internets der Dinge (IoT) wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Hinter den Angriffen auf IoT-Geräte stecken vor allem drei Malware-Familien.
(Quelle: www.kaspersky.de )
So identifizierten die Experten von Kaspersky im Rahmen einer Honeypot-Analyse weltweit 105 Millionen Angriffsversuche von 276.000 verschiedenen IP-Adressen auf IoT-Geräte. 2018 wurden in den ersten sechs Monaten lediglich 12 Millionen Angriffe von 69.000 IP-Adressen registriert. Cyberkriminelle nutzen offenbar die Sicherheitsmängel von IoT-Geräten für die Erstellung von IoT-Botnetzen aus.
Der signifikante Anstieg von IoT-Attacken innerhalb eines Jahres hat damit zu tun, dass zunehmend smarte, mit dem Internet verbundene Geräte wie Router oder digitale Überwachungskameras von Privatnutzern und Unternehmen eingesetzt werden. Cyberkriminelle sehen darin neue lukrative Chancen und verwenden Netzwerke infizierter IoT-Geräte für DDoS-Angriffe oder für andere schädliche Aktivitäten.
»Mit immer mehr smarten Geräten um uns herum werden wir zu Zeugen wachsender IoT-Attacken«, sagt Dan Demeter, Sicherheitsforscher bei Kaspersky. »Aufgrund der erhöhten Häufigkeit der Angriffe und deren Persistenz können wir sagen, dass das IoT ein fruchtbarer Boden für Angreifer ist – selbst wenn diese nur mit den primitivsten Mitteln wie dem Erraten von Passwörtern oder Zugangsdaten arbeiten. Das ist übrigens wesentlich einfacher als viele glauben, denn die weitaus häufigsten Kombinationen für Login und Passwort sind üblicherweise support/support, gefolgt von admin/admin und default/default. Dabei lassen sich solche Default-Einstellungen ganz einfach ändern. Wir raten daher allen dringend, diesen kleinen Schritt in Richtung mehr Sicherheit für smarte Geräte zu gehen.«



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