BlackBerry 21.10.2018, 07:37 Uhr

Schutz vor Angriffen mit Quantencomputern

BlackBerry will seine Kryptographie-Tools um den Quantum Resistant Code Signing Server erweitern.
BlackBerry will künftig auch Schutz vor Angriffen mit Quantencomputern bieten.
Die neue Lösung ermöglicht es, Software digital zu signieren – mit einem Schema, das selbst mit einem Quantencomputer nur schwer zu knacken ist.

»Quantencomputer sind eine bahnbrechende und zukunftsweisende Technologie, deren Leistung Berechnungen ermöglicht, die bisher nicht denkbar waren. Profitieren werden unter anderem Bereiche wie das Gesundheitswesen, das Transportwesen, die Astrophysik und der öffentliche Sektor. Auf der anderen Seite werden auch Hacker diese Technologie nutzen, um traditionelle asymetrische Kryptosysteme anzugreifen und an die gespeicherten Daten zu gelangen«, sagt Charles Eagan, Chief Technology Officer von BlackBerry. »Mit dem Quantum Resistant Code Signing Server, der nun unser Leistungsportfolio komplettiert, können wir auch Branchen schützen, die Produkte langfristig nutzen und einsetzen. Wenn Produkte wie Fahrzeuge oder kritische Infrastrukturen auch in 10-15 Jahren noch funktionieren sollen, müssen sich Unternehmen mit der Gefahr durch Quantencomputerangriffe auseinandersetzen.«

Der Quantum Resistant Code Signing Server wird im November 2018 verfügbar sein. Er nutzt Krypto-Bibliotheken von ISARA, einem führenden Anbieter hochmoderner Kryptographie-Lösungen, die gegen Angriffe von Quantencomputer abgesichert sind. Mit der Kombination von BlackBerrys und ISARAs Technologien können langlebige Wirtschaftsgüter vor zukünftigen Bedrohungen, in der Quantencomputer traditionelle Code Signing-Schemata knacken können, geschützt werden. Das betrifft insbesondere Geräte in der kritischen Infrastruktur, industrielle Steuerungssysteme, Luft- und Raumfahrt- und Militärelektronik, Telekommunikation, Verkehrsinfrastruktur und vernetzte Autos.

»Wir freuen uns sehr, dass BlackBerry für den neuen Quantum Resistant Code Signing Server auf unsere Technologien setzt«, sagt Michael Brown, Chief Technology Officer bei ISARA. »Wir haben jahrelang an dieser Technik geforscht und viele Tests durchgeführt, um erstklassige Krypto-Bibliotheken zur Verfügung zu stellen.«

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