Einkaufsmanagement 20.08.2017, 08:06 Uhr

Software unterstützt Lieferantenauswahl

Mit der fortschreitenden Globalisierung der Industrie wird das Einkaufsmanagement immer wichtiger. Teilefertiger als verlängerte Werkbank gewinnen an Bedeutung. Derzeitige Systeme unterstützen Beschaffungsmanager bei der Auswahl von Teilefertigern nicht oder nur unzureichend. Die Analyse- und Datenmanagementsoftware simus classmate extrahiert aus den CAD-Modellen relevante Informationen und stellt diese zur Auswertung bereit. Zum Beispiel, um den optimalen Fertigungspartner für ein gefragtes Material zu finden.
Durch diese neuartige Einkaufsunterstützung sind Beschaffungsmanager nicht mehr auf Rücksprachen mit der Technik angewiesen. Die Software simus classmate informiert über alle technischen Rahmenbedingungen, generiert vollautomatisch Warengruppenschlüssel und schlägt anhand dieser passende Lieferanten vor. Alle in der eigenen Konstruktion vorhandenen 3D-CAD-Modelle werden durch simus classmate vollautomatisch, ohne manuelles Zutun in wenigen Sekunden geometrisch ausgewertet. Dazu werden mit einem patentierten Verfahren die Klasse der Komponente bestimmt (zum Beispiel Biegeteil) und die Parameter in Wertebereiche zusammengefasst.
Zudem werden Abmessungen, Oberflächengüten, Toleranzen und Werkstoffe automatisch ermittelt. Neu entwickelt wurde eine Verdichtung der Daten in einer speziellen Klassifikation für den Einkauf. Aus diesen Informationen wird sekundenschnell ein Warengruppenschlüssel generiert. Beides ist flexibel gehalten und kann leicht auf Kundenbedürfnisse angepasst werden. Durch die Beschreibung des Warengruppenschlüssels werden einem Material automatisch Lieferanten mit entsprechenden Kompetenzen zugeordnet. Die Lieferantenauswahl wird dadurch schneller und sicherer. Der Einkauf hat außerdem die Möglichkeit, Bauteile mit ähnlichen Rahmenbedingungen zusammenzufassen, um sie dann gemeinsam bei einem Lieferanten anzufragen.
Kalkulationen und Verhandlungen stehen auf der Tagesordnung, deshalb berechnet die Software auch gleich die zu erwartenden Fertigungskosten. Für die interne Fertigung wird eine Berechnung nach Voll- und Grenzkosten vorgenommen, was eine Make-or-buy-Entscheidung schnell und fundiert möglich macht. Damit erhält der Einkauf nicht nur eine wertvolle Vorinformation über den zu erwartenden Einkaufspreis, sondern auch eine hervorragende Diskussionsgrundlage für Preisverhandlungen mit den Lieferanten.




Das könnte Sie auch interessieren