ESET Analyse 10.01.2021, 16:14 Uhr

Veraltete Betriebssysteme auf vielen PCs

Windows-Betriebssysteme haben in Deutschland bei Desktop-PCs und Notebooks einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Die gute Nachricht: Ein Großteil der eingesetzten Geräte nutzt das aktuelle Windows 10.
Security-GAU: 5,2 Millionen Computer in Deutschland nutzen alte Windows-Versionen.
(Quelle: Microsoft)
Doch ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt eine sehr bedenkliche Sicherheitslage: 5,2 Millionen Geräte setzen auf veraltete Windows-Versionen. Allein auf 4 Millionen Computern ist noch immer Windows 7 installiert, dabei endete der Support für das Betriebssystem seitens Microsoft vor gut einem Jahr. Und auf mehr als einer Million PCs ist Windows 8, XP oder Vista im Einsatz. Betriebssysteme, die bereits seit Jahren nicht mehr aktualisiert werden. Aufgedeckte Sicherheitslücken für diese Windows-Versionen werden nicht mehr durch Microsoft-Updates geschlossen und können von Cyberkriminellen ausgenutzt werden. Insbesondere das eingesetzte Betriebssystem ist eine wichtige Säule, um die Sicherheit des Gerätes und des gesamten Netzwerks zu gewährleisten.
»Viele Anwender unterschätzen das Sicherheitsrisiko einer veralteten Windows-Version. Eine Schwachstelle genügt und die Computer sind offen wie ein Scheunentor für Cyberkriminelle«, erklärt Thomas Uhlemann, Security Specialist bei ESET. »Dieses Verhalten ist fahrlässig. Informationen über bekannte Sicherheitslücken verbreiten sich in Untergrundforen rasant und werden für eine Vielzahl von Angriffsszenarien verwendet.« Äußerst problematisch kann sich der Einsatz der Betriebssystem-Dinosaurier im Schadensfall auswirken. »Für Unternehmen kann der Einsatz sehr teuer werden, sobald auf diesen Geräten personenbezogene Daten verarbeitet werden, denn die EU-Datenschutzgrundverordnung verlangt hier klar die Einhaltung nach Stand der Technik. Ebenso sind unter Umständen Regulierungen durch Cyberversicherungen oder Finanzdienstleister im Schadensfall hinfällig.«




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