Bitkom 25.05.2020, 09:29 Uhr

Der CDO bleibt die Ausnahme

In den wenigsten deutschen Unternehmen gibt es einen Leiter Digitalisierung oder einen Chief Digital Officer (CDO).
Nur 19 Prozent der befragten Unternehmen haben einen Chief Digital Officer.
(Quelle: www.bitkom.org )
Wo diese Position geschaffen wurde, ist sie allerdings ganz oben angesiedelt: auf Vorstands- beziehungsweise Geschäftsführungsebene oder direkt darunter. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bitkom-Umfrage.
Demnach gibt nicht einmal jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) an, einen Leiter Digitalisierung oder CDO berufen zu haben. Damit steigt die Zahl gegenüber dem Vorjahr (15 Prozent) zwar leicht, vor allem kleine Unternehmen sind aber weiterhin sehr zurückhaltend. So geben nur 14 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeiter an, dass sie eine solche Position geschaffen haben. Bei jenen mit 100 bis 499 Mitarbeiter sind es dagegen 36 Prozent, bei 500 bis 1.999 Mitarbeiter 56 Prozent und bei Unternehmen mit 2.000 oder mehr Beschäftigten sogar 70 Prozent. »Digitalisierung ist nicht nur eine Frage von Soft- und Hardware, sondern vor allem von Ideen und Strategien. Klare Verantwortung und Konzentration von Know-how sind gerade auch für mittelständische Unternehmen wichtig«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. »Außerdem ist wichtig, dass der CDO mit den erforderlichen Ressourcen ausgestattet und die Rückendeckung der Unternehmensleitung hat. Der CDO muss nicht nur disruptiv denken dürfen, sondern auch handeln können«, so Berg. »Es reicht nicht, digitale Konzepte zu entwerfen, man muss sie auch in die Praxis bringen.«



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