StepStone 06.04.2020, 11:00 Uhr

Führung in Krisenzeiten

Die Corona-Krise stellt Unternehmen und Mitarbeiter vor große Herausforderungen.
Die Stepstone-Studie gibt Hinweise und Informationen zum Thema »Führung in Krisenzeiten«.
(Quelle: www.stepstone.de )
Eine Schlüsselrolle fällt dabei den Führungskräften zu. Vorgesetzte, die in der Vergangenheit eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufgebaut haben, sind in Krisenzeiten klar im Vorteil. Die gute Nachricht: Sieben von zehn Beschäftigten in Deutschland (69 Prozent) sind der Meinung, dass ihr Chef ihnen vertraue. 71 Prozent gaben an, ein gutes Verhältnis zu ihrer Führungskraft zu haben. Das sind Ergebnisse einer Studie von StepStone.
Von den befragten Managern gaben sogar 92 Prozent an, ihren Mitarbeitern zu vertrauen. »Arbeitnehmer, die es gewohnt sind, eigenverantwortlich zu arbeiten und selbst Entscheidungen zu treffen, kommen mit der aktuellen Situation nicht nur besser zurecht – sie arbeiten wahrscheinlich auch produktiver«, sagt Dr. Anastasia Hermann, Studienleiterin bei StepStone. Die Ergebnisse der Befragung zeigen aber auch, dass sich Selbst- und Fremdwahrnehmung von Chefs und ihren Mitarbeitern in manchen Bereichen drastisch unterscheiden. So sind neun von zehn Führungskräften der Meinung, sie bezögen ihre Mitarbeiter bei Entscheidungen grundsätzlich mit ein. Von den Mitarbeitern gaben aber nur 42 Prozent an, tatsächlich mitentscheiden zu können.
Mitarbeiter würden sich außerdem gerne noch intensiver mit der Führung austauschen: Schon unter normalen Umständen wünschen sich 62 Prozent, dass ihr Chef mehr mit ihnen kommuniziere. Gut jeder Zweite (51 Prozent) ist der Meinung, seine Führungskraft solle sich mehr Zeit für ihn nehmen. »In virtuellen Teams ist Kommunikation noch wichtiger. Führungskräfte sollten sich derzeit mehr denn je als Dienstleister für ihre Mitarbeiter verstehen und immer für sie ansprechbar sein. Gerade jetzt, wo eine große Unsicherheit herrscht und sich die Situation täglich ändern kann, ist ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit«, sagt Hermann.



Das könnte Sie auch interessieren