Digitale Arbeitsplätze 24.10.2021, 11:32 Uhr

Open-Source ist oft die bessere Lösung

Durch die Digitalisierung können immer mehr Mitarbeiter ortsunabhängig und zeitsouverän tätig sein. Diesen Trend hat die Corona-Krise noch einmal nachhaltig verstärkt.
Ralf Schwöbel ist Leiter Customer Success bei ownCloud.
(Quelle: www.owncloud.com)
Die vielfältigen Einschränkungen durch die Pandemie und die massive Verbreitung des Homeoffice machen mobile und Remote-Arbeit inzwischen praktisch unentbehrlich. Für moderne Umgebungen, die ein orts- und zeitunabhängiges Arbeiten ermöglichen, nutzen viele Unternehmen die Cloud-Plattformen der US-amerikanischen Internetgiganten. Dieses Vorgehen ist zweifellos unkompliziert und bequem – birgt aber einige gravierende Risiken.
So spielt die IT-Sicherheit bei den großen Cloud-Playern mangels Vorsorgeprinzip oftmals nur eine nachgeordnete Rolle. Unternehmen drohen der Verlust von intellektuellem Eigentum, der Abfluss von Kundendaten und Bußgelder wegen Datenschutzverstößen. Auch der US Cloud Act ist problematisch. Der Europäische Gerichtshof hat im Juli 2020 eindeutig festgestellt, dass der US-Datenschutz wegen dieses Gesetzes nicht als adäquater Ersatz für die EU-Regularien gelten kann. Das setzt Unternehmen einem hohen Haftungsrisiko aus. Da es sich bei diesen Cloud-Plattformen außerdem um proprietäre Lösungen handelt, geraten Unternehmen schnell in große Abhängigkeit von ihren Anbietern. Vermeiden lasse sich diese Risiken, indem digitale Arbeitsplätze auf Basis von quelloffener Software implementiert werden.
»Implementieren Unternehmen digitale Arbeitsplätze auf Open-Source-Basis, behalten sie jederzeit die uneingeschränkte Hoheit über ihre Daten und vermeiden einen Lock-in-Effekt«, sagt Ralf Schwöbel, Leiter Customer Success bei ownCloud. »Abstriche in Sachen Leistungsfähigkeit und Funktionsumfang müssen sie dabei keine machen. Entgegen verbreiteter Vorurteile kann ein Open-Source-Ökosystem in diesen Punkten problemlos mit proprietären Plattformen mithalten und sie sogar vielfach übertreffen. Die Open-Source-Community bietet eine ganze Reihe an ausgereiften Werkzeugen, aus denen sich hochmoderne Arbeitsplatzumgebungen zusammenstellen lassen.«




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