ICR 25.05.2020, 09:20 Uhr

Recruiting in Corona-Zeiten

In einer Blitzumfrage hat das Institut für Competitive Recruiting (ICR) herausgefunden, dass insgesamt deutlich weniger Bewerber auf deutlich weniger Nachfrage seitens der Unternehmen besteht.
35 Prozent der befragten IT-Unternehmen wollen ihr Recruiting trotz Krise ausbauen.
(Quelle: www.competitiverecruiting.de )
Ein Lichtblick ist laut ICR-Umfrage die IT-Branche. Dort wollen 35 Prozent der befragten Unternehmen ihr Recruiting in der Krise ausbauen. Die Mehrheit der teilnehmenden Arbeitgeber (46 Prozent) verzeichnet weniger (32 Prozent) oder sogar deutlich weniger (16 Prozent) Bewerbungen. 44 Prozent haben keine Änderungen im Bewerbungseingang festgestellt. Nur sechs Prozent erhalten mehr oder deutlich mehr Bewerbungen. Weniger Bewerbungen erhalten 50 Prozent der teilnehmenden Unternehmen in der Logistikbranche, gefolgt vom Baugewerbe und dem Handel. In den Branchen verarbeitende Industrie, Life Science, Öffentlicher Sektor geben jeweils über 10 Prozent der teilnehmenden Unternehmen an, mehr Bewerbungen zu erhalten.
56 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gehen davon aus, dass das Recruiting in der Wirtschaft insgesamt abnehmen wird. Auf die Frage, wie sich das Recruiting im eigenen Haus entwickeln wird, antworten nur 44 Prozent  der teilnehmenden Unternehmen, dass es zurückgefahren wird. Die Wahrnehmung der Gesamtentwicklung ist im deutschsprachigen Raum somit deutlich schlechter als die Erwartungen für das eigene Unternehmen. Nur elf Prozent der Arbeitgeber gehen von einem Ausbau des Recruitings aus. Ein Lichtblick bildet auch hier die IT-Branche. 35 Prozent der teilnehmenden IT-Unternehmen wollen ihr Recruiting in der Krise ausbauen.
Zwei Drittel der Unternehmen – darunter Betriebe fast aller Größenklassen – wollen das Recruiting stärker digitalisieren. Dabei gibt es beim Vergleich mit dem aktuellen Stand einen hohen Aufholbedarf hinsichtlich der Digitalisierung des Recruiting bei KMU. Bei einer Branchenbetrachtung sehen Unternehmen aus den Branchen Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Life Science und Automobilbau den größten Bedarf an der weiteren Digitalisierung des Recruitings. In einigen Prozessschritten des Recruitings ist die Digitalisierung zudem deutlich leichter umzusetzen (Videointerviews) als in anderen (Onboarding). Hierfür und für externe Personalmarketingaktivitäten suchen die Unternehmen verstärkt Virtualisierungsmöglichkeiten.



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