Digitalisierung in der Medizin 23.09.2019, 10:08 Uhr

Die Bevölkerung ist skeptisch

Digitalisierung in der Medizin eröffnet neue Wege und neue Chancen. Die Bevölkerung bewertet diese differenziert.
Continentale-Studie 2019 zur Digitalisierung in der Medizin.
(Quelle: www.continentale.de )
Während sie sich die Nutzung einer elektronischen Patientenakte inzwischen zwar mehrheitlich vorstellen kann, ist sie bei anderen Innovationen eher skeptisch. Sei es die Video-Sprechstunde beim Arzt, die Diagnose-Stellung durch Künstliche Intelligenz oder der Roboter als Ersatz für Pflegepersonal: Die Menschen sehen darin zwar Chancen, aber deutlich häufiger sehen sie Risiken. Das sind Ergebnisse der aktuellen Continentale-Studie 2019.
»Die Studie zeigt sehr deutlich: Die Bevölkerung vertraut in der Medizin grundsätzlich eher dem Menschen«, betont Dr. Christoph Helmich, Vorstandsvorsitzender im Continentale Versicherungsverbund. So akzeptieren 95 Prozent eine Diagnose durch Künstliche Intelligenz entweder gar nicht oder nur, wenn auch der Arzt zusätzlich eine Diagnose stellt. Gründe dafür: Zwar sehen 55 Prozent die Chance einer schnelleren Diagnose-Stellung, aber häufiger noch sehen die Befragten Gefahren durch Datenmissbrauch (70 Prozent) und Fehldiagnosen (68 Prozent).
Auch im OP-Saal vertrauen 62 Prozent eher dem Arzt als einem Roboter. »Selbst in 20 Jahren sieht etwa jeder Dritte sowohl Künstliche Intelligenz als auch Roboter dem Menschen als unterlegen an. Dabei werden wir uns angesichts des rasenden Fortschritts noch wundern, was bis dahin alles möglich sein wird«, erläutert Dr. Helmich.



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