Jobsuche 29.01.2018, 10:22 Uhr

Warum Bewerber oft die Katze im Sack kaufen

Fachkräfte in Deutschland verbringen im Durchschnitt fünf Tage in der Woche jeweils 8,5 Stunden am Arbeitsplatz.
Dr. Sebastian Dettmers ist Geschäftsführer bei der Online-Jobplattformen StepStone.
Fast einen Monat im Jahr sind sie unterwegs auf Geschäftsreisen, 46 Kilometer legen sie jeden Tag für den Job zurück. Fast jede dritte Fachkraft in Deutschland spricht im Familien- und Freundeskreis täglich über den Beruf, bei gut jedem Zweiten ist der Job zu Hause mehrmals in der Woche Gesprächsthema. Da wundert es kaum, dass acht von zehn Fachkräften der Meinung sind, ihr Beruf beeinflusse ihr Privatleben – für 56 Prozent auf negative Weise, für 27 Prozent auf positive Weise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Online-Jobplattform Stepstone.
»Ein Jobwechsel ist ein großer Umbruch im Leben eines Menschen«, sagt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone. »Denn die Wahl des Arbeitsplatzes wirkt sich auf alle anderen Lebensbereiche aus: Wie lange bin ich morgens unterwegs? Stehe ich im Stau? Wo esse ich mittags? Sitze ich in einem Großraum- oder Einzelbüro? Wie ist die Stimmung unter den Kollegen? Menschen brauchen so früh wie möglich Antworten auf diese Fragen, um sich fundiert für oder gegen einen Job entscheiden zu können.«
Nur eine Minderheit der Arbeitgeber schöpft das enorme Potenzial von Stellenanzeigen und Online-Jobplattformen voll aus und gibt konkrete Hinweise zur Unternehmenskultur, also beispielsweise zur Hierarchie, der Zusammenarbeit mit Kollegen oder zum Arbeitsklima. Sechs von zehn Fachkräften vermissen Gehaltsinformationen in der Stellenausschreibung, vier von zehn konkrete Aussagen zum Unternehmen aus Sicht der Mitarbeiter. »Die Stellenanzeige ist in der Regel der erste Kontaktpunkt zwischen Kandidat und Arbeitgeber«, sagt Dettmers. »Hier möchten Kandidaten sich ein umfassendes Bild von Job und Arbeitgeber machen. Stellen Unternehmen alle relevanten Informationen bereit, profitieren davon nicht nur Jobsuchende, sondern auch die Unternehmen selbst, denn sie erhalten passende Bewerber.«


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