Postbank Digitalstudie 2019 23.09.2019, 09:50 Uhr

Deutsche sind bei Freigabe ihrer Daten vorsichtig

Die Deutschen halten zwar den Schutz ihrer Daten im Netz für wichtig, verlieren aber im Alltag häufig den Überblick.
Ein Drittel hat den Überblick bei Datenfreigaben verloren.
(Quelle: www.postbank.de )
80 Prozent der Bundesbürger geben für eine App oder Online-Anwendung nur solche Daten frei, die für die Nutzung zwingend erforderlich sind. Weitere elf Prozent der Befragten nutzen solche erst gar nicht, die eine Freigabe der persönlichen Daten erfordern. Freigiebig mit ihren privaten Informationen sind die Digital Natives zwischen 18 und 39 Jahre: Jeder Fünfte dieser Altersgruppe gibt alle Daten frei, die angefragt werden. Bei den Älteren über 40 Jahre macht dies hingegen nur jeder Zwanzigste.
Bei der Vielfalt der verwendeten Programme verlieren Viele den Überblick: Ein Drittel der Nutzer von Online-Anwendungen weiß nicht, bei welchem Anbieter er welche Daten preisgegeben hat. Bei den jüngeren Deutschen hat knapp jeder Zweite keine Übersicht mehr, bei den über 40-Jährigen knapp jeder Dritte.
Dennoch ist es den Deutschen nicht egal, was mit ihren Daten geschieht. Die große Mehrheit liest Datenschutzbestimmungen zumindest grob, bevor sie ihnen per Mausklick zustimmt. Rund jeder Dritte überfliegt sie zumindest flüchtig (36 Prozent). Jeder vierte Befragte sucht nach Aspekten, die ihm wichtig sind, bevor er zustimmt (27 Prozent). Einer von fünf Bundesbürgern liest die Bestimmungen ganz genau (21 Prozent). Lediglich jeder Sechste interessiert sich dafür gar nicht und stimmt sofort zu (16 Prozent). Die Digital Natives unter 40 Jahre gehen im Vergleich mit den Digital Immigrants über 40 Jahre mit der Prüfung recht nachlässig um. 23 Prozent der Jüngeren lesen die Datenschutzbestimmungen nicht durch, bei den Älteren sind es zwölf Prozent.


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