Universität des Saarlandes 12.08.2019, 07:35 Uhr

Informationstechnologie und Recht

Rechtsfragen von künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Automatisierung und vernetzter Industrie stehen im Fokus eines neuen Master-Studiengangs »Informationstechnologie und Recht«, der Wintersemester 2019 an der Universität des Saarlandes startet.
Professor Georg Borges leitet das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes.
(Quelle: www.uni-saarland.de )
Das einjährige Studium schließt ab mit dem Titel Master of Laws. Es richtet sich an Absolventinnen und Absolventen aller Fachrichtungen, vor allem an Juristen und Informatiker. Der Studiengang ist als Vollzeitstudium angelegt, kann aber auch in Teilzeit oder berufsbegleitend studiert und entsprechend zeitlich gestreckt werden.
In der Fabrik der Zukunft arbeiten autonome Maschinen weltweit vernetzt. Auch im Alltag hält künstliche Intelligenz mehr und mehr Einzug. Algorithmen bewerten Verbraucher und ihr Verhalten, riesige Datenmassen fließen, machen die Welt – aber auch den Einzelnen – berechenbar und vorhersagbar. IT und KI erleichtern vieles. Für die Wirtschaft liegen hier große Chancen. Aber: Es muss mit rechten Dingen zugehen. Rechtliche Regeln zu schaffen, sie um- und durchzusetzen, ist heute dringender denn je. »Die neuen Technologien kommen ohne rechtlichen Rahmen nicht weiter. Ohne Rechtssicherheit können sie nicht wachsen und sich nicht weiterentwickeln. Bleiben Rechtsfragen offen, werden sich weder autonome Autos durchsetzen, noch wird die Industrie 4.0 vorankommen. Die Haftungsrisiken sind zu hoch. Und Unsicherheit ist Gift für den Fortschritt«, sagt Rechtsinformatiker Professor Georg Borges von der Universität des Saarlandes. »Daher werden dringend Fachleute gebraucht, die Know-how in IT-Recht und Technik mitbringen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen. Diese wollen wir im neuen Master-Studiengang ausbilden«, erklärt der IT-Rechtsexperte.
Der Studiengang »IT und Recht«, der vom Institut für Rechtsinformatik koordiniert wird, bietet eine in dieser Art deutschlandweit einzigartige Spezialisierung in IT-Recht und Rechtsinformatik. »Er verbindet Recht und Informationstechnik und vermittelt Kenntnisse der grundlegenden rechtlichen und technischen Anforderungen der digitalen Gesellschaft und auch die Fähigkeit, diese in der Praxis anzuwenden«, erklärt Professor Christoph Sorge. Er hat als Informatiker einen Lehrstuhl für Rechtsinformatik an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Saar-Uni inne und bringt mit seinem Team das fachspezifische technische Know-how in den Studiengang ein.


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