Gebrauchtgeräte 16.01.2021, 18:13 Uhr

Private Daten frei Haus

Kaspersky hat gebrauchte Notebooks sowie diverse Speichermedien, USB-Sticks und Speicherkarten auf mögliche Datenspuren hin untersucht. Das Ergebnis sollte Käufer und Verkäufer von gebrauchten Smartphones, Laptops oder Festplatten aufhorchen lassen.
Kaspersky-Analyse: Auf 90 Prozent von gebraucht verkauften Geräten sind Daten des Vorbesitzers zu finden.
(Quelle: www.kaspersky.de )
So wurden bei etwa 90 Prozent der insgesamt 185 überprüften Speichermedien nicht oder nur unzureichend gelöschte Daten entdeckt - sowohl private als auch geschäftliche. Bei 16,4 Prozent war sogar ein direkter Zugriff auf diese möglich; auf drei von vier untersuchten Speichern (73,8 Prozent) konnten Daten durch File Carving wiederhergestellt werden.
Sieht man sich die Art der Dateien an, die auf den analysierten Speichermedien zu finden waren, zeigt sich, dass es sich beim Großteil (92,6 Prozent) um private Informationen handelt. Jedoch war auch ein Anteil an Unternehmensdaten (6,7 Prozent) zu verzeichnen - von Meeting-Notizen, Kalendereinträgen über Zugangsdaten zu Unternehmensressourcen bis hin zu einer internen Vertraulichkeitsvereinbarung eines Automobilherstellers. Die Bandbreite der im Rahmen der Analyse entdeckten, privaten Daten war ebenfalls vielfältig. Neben eher unkritischen Dateien wie Musik- sowie Video-Dateien oder Anwendungsprogrammen fanden sich jedoch auch sensible persönliche Informationen, die unbekannten Dritten grundsätzlich verborgen bleiben sollten.
Auf den 185 analysierten Speichermedien schlug im Rahmen der Analyse darüber hinaus bei 16,6 Prozent der Viren-Scanner Alarm - auf diesen wurde mindestens ein Schadprogramm entdeckt.



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