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Adobe kauft Magento 27.06.2018, 11:35 Uhr

Paukenschlag

Was der Deal für Digitalunternehmen bedeutet.
Vor Kurzem hat Adobe für 1,68 Milliarden US-Dollar Magento gekauft.Diese Nachricht lässt bei vielen digitalen Großunternehmen, die auf Adobe bauen und nicht Magento als E-Commerce-Plattform nutzen, die Alarmglocken schrillen. Es liegt auf der Hand, dass der Software-Gigant aus San Jose, Kalifornien, diese Unternehmen dazu drängen wird, auf die Open-Source-Plattform Magento umzusteigen, die ursprünglich für KMU entwickelt wurde.
Magento war für Adobe nur die drittbeste Option, nachdem SAP Hybris gekauft hatte und Salesforce Demandware. Für Adobe ergibt die Übernahme dennoch Sinn. Als großer Suite-Anbieter lässt sich weiteres Wachstum vor allem dadurch erzielen, dass man neue (große) Produkte ins Portfolio aufnimmt und diese ausbaut. Die Formel ist einfach: Nimm ein neues Produkt mit einer bedeutenden Marktstellung, erhöhe den Preis, setze auf aggressive verkaufsfördernde Maßnahmen, um die Software großflächig zu installieren und zu bündeln, Führe eine Marketingkampagne durch, die die natürliche Verbundenheit des früher unabhängigen Produkts mit deinen anderen sechs bis sieben übernommenen Produkten betont (alle Produkte arbeiten unter dem gemeinsamen Dach einer Experience Cloud oder Marketing Cloud zusammen) und verschiebe schließlich bedeutende Produktinnovationen auf lange Zeit.

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