Streckenbeeinflussung 19.10.2020, 09:34 Uhr

Staus und Schadstoffemissionen reduzieren

Mit Hilfe von Streckenbeeinflussungsanlagen (SBA) werden auf Autobahnen über dynamische Anzeigen Geschwindigkeitsbeschränkungen, Stauwarnungen oder Lkw-Überholverbote angeordnet.
Streckenbeeinflussungsanlagen (SBA) sorgen für eine erhöhte Verkehrssicherheit auf Autobahnen, hier im morgendlichen Berufsverkehr am Nordwestkreuz Frankfurt.
(Quelle: Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement )
Das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Projekt »U-SARAH live« will nun Daten zu Verkehrsemissionen in die Steuerung von SBA integrieren und damit die Belastungen durch Schadstoffe und Lärm weiter reduzieren, ohne dabei den Verkehr unnötig auszubremsen.
»Ziel dieser Studie ist die Optimierung und Implementierung einer Umweltsteuerung in eine bereits existierende Streckenbeeinflussungsanlage, um die Umweltauswirkungen auf den betrachteten Streckenabschnitten zu reduzieren«, erklärt Professor Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am KIT. »Mit einem im Zuge einer Vorstudie gemeinsam mit Hessen Mobil erstellten mikroskopischen Verkehrsflussmodell können die Auswirkungen der neuentwickelten Umweltsteuerung simuliert und die Steuerung so optimiert werden, dass sowohl der Verkehrsfluss als auch die Umweltwirkungen miteinfließen.«
Als Betreiber von SBA stellt Hessen Mobil, einer der Projektpartner in »U-SARAH live«, reale Daten zur Verkehrssteuerung durch SBA bereit. Die Daten und die Expertise von Hessen Mobil hinsichtlich der Steuerungslogik fließen in die Steuerungsentwicklung und das Verkehrsflussmodell ein. Vor einer Realimplementierung können damit die Auswirkungen verschiedener Steuerungsalgorithmen simuliert werden. »In einem Praxistest wollen wir schließlich die neue Steuerung unter realen Bedingungen testen und evaluieren«, sagt Matthias Glatz, Projektleiter bei Hessen Mobil.



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