Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 28.01.2019, 08:21 Uhr

Studenten entwickeln Open-Source-Lehrsoftware

Um als Erwachsene die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen, brauchen Schülerinnen und Schüler eine breite Grundbildung in Informatik.
Am KIT entwickeln Informatikstudenten Tools für den Unterricht.
(Quelle: KIT/Gabi Zachmann)
Doch oft fehlen den Lehrkräften die richtigen Hilfsmittel, um Stoff wie Softwareentwicklung oder IT-Sicherheit zu vermitteln. Im neuen Open-Source-Lehrsoftware-Labor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sollen Studentinnen und Studenten praktische Erfahrung in der Entwicklung von Open-Source-Software sammeln und gleichzeitig Materialien für den Informatikunterricht entwickeln.
Neben Entwicklern und Softwaretechnikern bildet die KIT-Fakultät für Informatik auch künftige Informatiklehrerinnen und -lehrer aus. Seit 2016 bietet sie ein entsprechendes Lehramtsstudium an. Im neuen Open-Source-Lehrsoftware-Labor (oSL2) können sich Studierende in einem Wahlpflichtpraktikum mit der Entwicklung von Open-Source-Software vertraut machen. Sie erlernen nicht nur die Werkzeuge und Prozesse, sondern auch die rechtlichen Grundlagen. »Die Mitarbeit in Open-Source-Projekten ist eine wertvolle Übung, um Erfahrung in der praktischen Softwareentwicklung zu sammeln. Wir wollen Studierende durch das Labor anregen, sich in solchen Projekten zu engagieren«, sagt Professor Ralf Reussner, Prodekan für Forschung der Fakultät. »Der Nachweis, in Open-Source-Projekten mitgearbeitet zu haben, ist für Arbeitgeber ein vielbeachteter Punkt auf dem Lebenslauf«, so Professorin Anne Koziolek vom Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation.
Am KIT will man aber nicht nur den Studentinnen und Studenten Erfahrungswerte vermitteln, sondern gleichzeitig praxistaugliche Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte entwickeln – vor allem Software für den Informatikunterricht an Gymnasien. Das Lehr-Labor vernetzt Schulen mit dem Lehramtsstudiengang Informatik.


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