Visual Computing 12.08.2019, 10:15 Uhr

Verarbeitung und Darstellung von Bildinformationen

Der transregionale Sonderforschungsbereich »Quantitative Methoden für Visual Computing« (SFB-TRR 161) wird für weitere vier Jahre mit rund acht Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Wie lassen sich komplexe Daten interaktiv darstellen?
(Quelle: Claudia Widmann, Universität Konstanz )
Forscher aus der Informatik, Psychologie, Mathematik und Linguistik verfolgen gemeinsam das Ziel, mit computergestützter Verarbeitung und Darstellung von Bildinformationen die Qualität und Anwendbarkeit von Daten und Bildern mess- und bestimmbar zu machen. Das Verbundprojekt wird von den Universitäten Stuttgart und Konstanz getragen, Sprecher ist Prof. Dr. Daniel Weiskopf vom Visualisierungsinstitut der Universität Stuttgart. Auch die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München und die Universität Ulm sind in die Forschungsbereiche eingebunden.
Der SFB-TRR 161 forscht auf dem Gebiet des Visual Computing, der computergestützten Verarbeitung und Darstellung von Bildinformationen. Die Forscherteams beschäftigen sich dabei unter anderem mit der Frage, wie Computertechnologie und die visuelle Darstellung von Informationen besser von Menschen genutzt werden können. In den vergangenen vier Jahren der ersten Förderphase haben die rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Verbundprojektes unter anderem erforscht, wie man Bewegungen in Videodaten besser erkennen und bewerten kann, was etwa für Anwendungen im Bereich des autonomen Fahrens wichtig ist. Auch die Frage, wie realistisch Avatare in Computeranwendungen dargestellt werden sollten, wurde untersucht.
In der zweiten Förderperiode sollen nicht nur die bisher entwickelten Ansätze und Methoden kontinuierlich verbessert werden, sondern auch neue Anwendungsgebiete und aktuelle technologische Entwicklungen berücksichtigt werden. Einige der Fragen, die beantwortet werden sollen, lauten etwa: Sollte sich ein Computersystem an das Benutzerverhalten anpassen? Wie lässt sich dieses mithilfe von künstlicher Intelligenz am besten vorhersagen? Wie können mit Virtual-Reality-Methoden große Datenmengen untersucht werden? Und ist es möglich, die Benutzer dabei problemlos zwischen realer und virtueller Welt wechseln zu lassen?


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