Application Development Studie 20.05.2019, 10:08 Uhr

Fachkräftemangel bleibt bestehen

Im DACH-Raum verzögert sich die Einführung von Low-Code-Technologien. Das ist eine Erkenntnis des State of Application Development-Report von OutSystems.
Der Fachkräftemangel ist in der Anwendungsentwicklung in vielen Bereichen zu spüren.
(Quelle: OutSystems )
Während weltweit bereits 41 Prozent der Befragten erklären, dass ihr Unternehmen eine Low-Code-Entwicklungsplattform einsetzt, sind es in der DACH-Region nur 26 Prozent. Herausforderungen für Unternehmen stellen dabei Backlogs dar: 61 Prozent der DACH-Unternehmen haben mit diesem Modernisierungs- und Aktualisierungs-Rückstau zu kämpfen, 16 Prozent geben zudem an, dass sich der Zustand der Backlogs verschlimmert hat. Angesichts der Tatsache, dass nur 34 Prozent der Befragten im DACH-Raum berichten, dass ihre Entwickler-Teams (für Applikationen) im vergangenen Jahr gewachsen sind, ist der Anteil der Unternehmen, die Low-Code einsetzen, gering. Würden mehr Unternehmen auf Low-Code zurückgreifen, könnte die Entwicklungsplattform eine Vielzahl dieser Herausforderungen lösen.
Da Entwickler mit permanent wachsenden Backlogs zu kämpfen haben, sind die Planungen der DACH-Unternehmen der Studie zufolge recht ambitioniert: Sie planen, im Jahr 2019 mehr als zehn Anwendungen bereitzustellen. 46 Prozent der Befragten geben sogar an, mehr als 25 Anwendungen entwickeln zu wollen. Im weltweiten Vergleich zeigen sich ähnliche Resultate: 65 Prozent der IT-Experten, deren Kunden Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind, erklären, dass sie im Jahr 2019 zehn oder mehr Apps bereitstellen wollen. 38 Prozent möchten 25 oder mehr Anwendungen entwickeln und 15 Prozent gehen sogar von 100 oder mehr neuen Apps aus.
Neues IT-Personal zu finden, ist für viele Unternehmen nach wie vor eine große Herausforderung. Nur 34 Prozent der Befragten im DACH-Raum erklären, dass ihr Entwickler-Team für Applikationsentwicklung im Jahr 2018 gewachsen ist. Besondere Herausforderungen zeigen sich bei der Rekrutierung von Spezialisten auf den Gebieten Künstliche Intelligenz, Machine Learning und IoT, gefolgt von Cyber-Security-Experten und Full-Stack-Entwicklern. Im globalen Vergleich gibt es in DACH aber weniger Herausforderungen dabei, UI-/UX-Entwickler einzustellen. Nur 15 Prozent der global Befragten geben an, dass sie die Einstellung von Entwicklern als einfach empfinden, die meisten bezeichnen es als schwierig oder sehr schwierig. Darüber hinaus zeigen die Antworten der Befragten die Tendenz, dass die Herausforderung steigt, Fachkräfte langfristig ans Unternehmen zu binden. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass CIOs alternative Entwicklungsmethoden in Betracht ziehen müssen. In Abstimmung mit der Geschäftsleitung sollten sie Entscheidungen treffen, um ihre Entwickler zu entlasten. Das kann beispielsweise bedeuten, in neue Technologien wie Low-Code zu investieren. Unternehmen sind damit nicht nur in der Lage, die Zeit bis zur Bereitstellung einer Anwendung deutlich zu reduzieren, sondern auch Anpassungen an Applikationen bedarfsgerecht und schnell vorzunehmen.


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