BVDW-Studie 15.07.2019, 09:44 Uhr

Hohe Akzeptanz für KI im Gesundheitswesen

Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zeigt, dass die deutsche Bevölkerung digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen mehrheitlich offen gegenübersteht.
57 Prozent der Deutschenwollen KI als verpflichtende Zweitmeinung bei ärztlichen Diagnosen.
(Quelle: www.bvdw.org )
So würde mehr als die Hälfte eine Arztpraxis bevorzugen, die per App zu Terminvereinbarungen oder Untersuchungsbefunden kommuniziert.
Mit seinem Entwurf für ein Digitalisierungsgesetz hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Druck auf das deutsche Gesundheitswesen hoch. Vorgesehen ist unter anderem, dass gesetzliche Krankenkassen die Kosten für digitale Anwendungen wie etwa App-Tagebücher für Bluthochdruck- oder Diabetespatienten übernehmen, die Ärzte ihren Patienten verschreiben. Hierfür soll die Zulassung so vereinfacht und verkürzt werden, dass solche Lösungen schneller in das Erstattungssystem gesetzlicher Krankenkassen aufgenommen werden können.
Dass die aktuelle Regulierung den Erwartungen der Patienten hinterherhinkt, zeigt eine aktuelle BVDW-Studie: Demnach würden 58 Prozent der Bundesbürger einen Arzt, eine Praxis, eine Klinik oder eine Krankenkasse bevorzugen, wenn diese mittels einer App mit ihnen enger kommunizieren, Ihnen Terminvorschläge und -erinnerungen senden oder ihnen über die App den Austausch von Röntgenbildern und Befunden vereinfachen würden. Während die Zustimmung bei 16-24-jährigen Befragten bei 62 Prozent liegt, hält sie mit 54 Prozent auch bei 55-64-jährigen ein hohes Niveau.
Künstlicher Intelligenz soll besonders im medizinischen Bereich großes Potenzial haben. Dazu geben 57 Prozent der in der BVDW-Studie befragten Bürger an, dass Ärzte dazu verpflichtet werden sollen, KI als automatisierte Zweitmeinung in die Untersuchung miteinzubeziehen, wenn diese Krankheiten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit erkennen kann beziehungsweise Diagnosen treffender erstellen kann als Menschen.


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