IDC-Studie 06.01.2018, 07:56 Uhr

Hürden und Wege zum Internet der Dinge

Die europäischen Unternehmen beschäftigen sich mit dem Internet der Dinge (IoT), doch viele haben noch erhebliche Startschwierigkeiten.
Die Hauptgründe für die Einführung von IoT
(Quelle: IDC/Interxion)
Laut einer IDC-Studie, die von Interxion in Auftrag gegeben wurde, haben erst 26 Prozent der Befragten praktische Erfahrung mit dem IoT. Die Hauptgründe für die Einführung der Technologie bei diesen IoT-Pionieren waren eine Erhöhung der Servicequalität und eine Steigerung der internen Effizienz (jeweils 58 Prozent), gefolgt von der Erzeugung neuer Umsatzpotenziale (41 Prozent), Integration der Lieferkette (38 Prozent) und Nutzung vorhandener Datenquellen (31 Prozent). Die Mehrheit der Befragten zögert jedoch und hat für sich noch nicht die Einsatzszenarien erkannt oder die Komplexität des Themas durchdrungen. Als Hauptgründe für ihre Zurückhaltung nennen sie, dass sie keine Anwendung für IoT sehen (41 Prozent), kein Kundenbedarf existiert (37 Prozent), die Kapitalrendite unklar ist (11 Prozent) oder ihnen Kenntnisse und Partner fehlen (10 Prozent).

Die größten Herausforderungen für Unternehmen sind gemäß der Umfrage Bedenken zu Sicherheit und Datenschutz (55 Prozent), Komplexität der Implementierung (44 Prozent) sowie Beschränkungen durch die bestehende Infrastruktur (39 Prozent). Diese Hürden können mit Hilfe von Partnern überwunden werden, um die Vorteile von IoT zu nutzen. Das disruptive Modell hat jedoch - abhängig vom grundlegenden Geschäftsmodell - unterschiedlich hohe Relevanz für Unternehmen. So stufen 66 Prozent der Pioniere das IoT als kritisch oder sehr wichtig für ihr Business ein, im Vergleich zu 30 Prozent bei den übrigen Unternehmen.

Diese Diskrepanz setzt sich bei der Beurteilung der wichtigsten IT-bezogenen Komponenten für die IoT-Programme fort. Bei den Pionieren sind dies Big Data/Analytics (45 Prozent), Sicherheit (41 Prozent), Integration mit bestehender IT (35 Prozent) und Datenmanagement/Software (26 Prozent). Unternehmen ohne praktische IoT-Erfahrung setzen dagegen Sicherheit an die erste Stelle (54 Prozent), gefolgt von Integration mit bestehender IT (45 Prozent), Datenmanagement/Software (39 Prozent) und Big Data/Analytics (26 Prozent). Damit sinken mit zunehmender praktischer Erfahrung die Sicherheitsbedenken deutlich, während die Bewältigung der enormen Datenmengen in den Fokus rückt.



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