Microsoft 26.11.2017, 15:59 Uhr

Industrie-4.0-Lösungen in der Cloud

Microsoft arbeitet seit 2013 an dem OPC UA-Interoperabilitätsstandard, um Millionen von Anwendungen und Industrieanlagen, die mit OPC UA kompatibel sind, cloudfähig zu machen und damit effizienter, flexibler und zentral steuern zu können.
Microsoft erleichtert die Vernetzung, Steuerung und Absicherung von Industrie-4.0-Lösungen in der Cloud.
(Quelle: Microsoft)
Das führt zu kürzeren Reaktionszeiten für Wartungsarbeiten, weniger Verwaltungsaufwand und niedrigeren Kosten im laufenden Betrieb. Zusätzlich erleichtern die OPC UA-kompatiblen Telemetriedaten, die in die Cloud geschickt werden, die Umsetzung von Industrie-4.0-Szenarien, wie vorausschauende Wartung oder Prozessautomatisierung mit Hilfe von Machine Learning, Robotik und künstlicher Intelligenz. Und das selbst, wenn die Maschinen quer über den Globus verteilt sind. Die Cloud-Konnektivität ermöglicht schnellere geschäftskritische Erkenntnisse, auf deren Basis bestehende Prozesse verbessert und neue Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Microsoft hat kürzlich der OPC Foundation einen OPC UA Global Discovery Server (GDS) und Client zur Verfügung gestellt und den Quellcode nun als Open Source auf GitHub veröffentlicht.
Der GDS managt die OPC UA Server-Konfigurationen und zentralisierte Erkennung und ermöglicht eine automatisierte Zertifikatsverwaltung. Der manuelle Austausch von Zertifikaten entfällt. Die Azure IoT Suite Connected Factory Preconfigured Solution und das Industrial IoT Starter Kit unterstützen Unternehmen zudem beim Einstieg in cloudbasierte IoT-Lösungen.
Der Global Discovery Server ermöglicht es Industrieunternehmen, ihre OPC UA Server zu administrieren. Der größte Vorteil: Die Zertifikate für OPC Server können automatisch verwaltet werden. »Das spart viel Zeit und Geld«, so Erich Barnstedt, Principal Software Engineering Lead Azure Industrial IoT bei Microsoft. »Darüber hinaus sorgt die Cloud-Konnektivität mit Azure dafür, dass die Daten über das eigene Fabriknetzwerk hinaus weltweit zur Verfügung gestellt werden können.« Der Server kann in einem Docker-Container ausgeführt und zum Selfhosten im OT-Netzwerk (Operational Technology) verwendet werden. Mit dem neuen GDS hat Microsoft der OPC Foundation knapp 4,5 Millionen Quellcodezeilen zur Verfügung gestellt und ist damit weiterhin der größte Zulieferer von Open-Source-Software für die OPC Foundation.



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