Künstliche Intelligenz 20.09.2021, 09:25 Uhr

KI in der Supply Chain

Weder der Handel noch die Kundschaft mögen Regallücken. Um sie zu vermeiden, sind vorausschauende Planungen nötig. Mit Künstlicher Intelligenz (KI) kann aus dem Blick in die Glaskugel eine verlässlichere Prognose werden.
Wirtschaftliche Effekte durch die Einführung von KI.
(Quelle: www.ehi.org)
Besonders im Supply-Chain-Management hat die Technologie große Einsatzmöglichkeit. »Damit die Kundschaft vor vollen Regalen stehen kann, sind KI-Prognosen äußerst hilfreich. Darum nutzen einige Handelsunternehmen bereits KI-gestützte Absatzprognosen. Da ist aber noch reichlich Luft nach oben«, erklärt Thomas Kempcke, Logistik-Experte und Autor der Studie, »Wetterprognosen werden beispielsweise noch gar nicht bei der Filialbelieferung berücksichtigt«. Die Studie »KI in der Supply Chain« hat das EHI im Auftrag der Relex Solution durchgeführt.  
KI gehört kurz- und mittelfristig zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Supply-Chain-Management (SCM), da ist sich der Handel ziemlich sicher. 76 Prozent der Unternehmen bewerten sie als (relativ) wichtig. Dennoch stecken KI-Anwendungen im Supply-Chain-Management mehr oder weniger in den Kinderschuhen. Die häufigste Anwendung, die Erstellung von Absatzprognosen, ist bei 16,7 Prozent der Studienteilnehmer:innen bereits erfolgreich umgesetzt, gefolgt von Kampagnenprognosen (9,1 Prozent), Bestandsmanagement (8,0 Prozent) und Warenfluss-Glättung (8,0 Prozent). Alle übrigen Anwendungsmöglichkeiten bleiben unterhalb der 5-Prozent-Hürde. Gar nicht angewendet werden zum Beispiel Markdown-Optimierungen oder Wetterprognosen für die Filialbelieferungen.




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