BearingPoint-Studie 24.02.2019, 09:54 Uhr

KI in der Telekommunikationsbranche

Analysten prognostizieren vielfältige Verwendungsmöglichkeiten von KI in allen funktionellen Unternehmensbereichen - so auch für die Telekommunikationsbranche.
Markus Laqua ist Partner und Telecommunications Experte bei BearingPoint.
(Quelle: www.bearingpoint.com )
Diese Entwicklung hat BearingPoint zum Anlass genommen, eine Studie unter Experten und Unternehmensvertretern von Telekommunikationsnetzbetreibern zum derzeitigen und zukünftigen Einsatz von KI durchzuführen. Die Untersuchung zeigt, dass die Nutzung von KI in der Telekommunikationsbranche bereits weit verbreitet ist.
In der Branche kommen laut Studie sprachgestützte Applikationen (63 Prozent) am häufigsten zum Einsatz, gefolgt von digitalen Assistenten (61 Prozent) und Predictive Analytics beziehungsweise Maintenance (61 Prozent). Der häufigste Einsatzbereich von KI ist die Unterstützung im Netzwerkmanagement (34 Prozent). Aufgaben in diesem Bereich sind in der Regel mit einem hohen Kapitaleinsatz verbunden und bestehen größtenteils aus manuellen Tätigkeiten, die Künstliche Intelligenz durch die Übernahme von wiederkehrenden, administrativen Aufgaben effizienter und schneller gestalten kann. »Die Frage für die kommenden Jahre ist, wie genau Unternehmen KI für sich nutzen können und welche Konzepte hier in Zusammenarbeit mit Technologiepartnern umgesetzt werden, um Innovationen systematisch zu ermöglichen«, erklärt Markus Laqua, Partner und Telecommunications Experte bei BearingPoint.
Die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf verschiedene Faktoren und Prozesse in Telekommunikationsunternehmen schätzen die Befragten wie folgt ein: Die Top 3 der erwarteten Effekte sind ein Anstieg der Prozesseffizienz, eine Reduzierung der Antwortzeit im Kundenservice sowie eine Verbesserung der Fehlerrate in der Servicebereitstellung. Einen erheblichen Wandel erwarten die Studienteilnehmer allerdings auch in der Beschäftigungsstruktur. So gehen sie durch den steigenden Einsatz von KI in Unternehmen von einem der höchsten Beschäftigungsverluste (bis zu 47 Prozent) im Bereich Infrastruktur (Netzwerkmanagement) aus. Demgegenüber erwarten sie im kreativen Bereich (Strategie und Produktmanagement), dass mit 20 bis 24 Prozent weniger Arbeitsplätze von KI ersetzt werden.


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