Supercomputer 16.11.2020, 11:14 Uhr

KIT wird Zentrum für Hochleistungsrechnen

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen (NHR). Das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz beschlossen. Das Gremium koordiniert die Wissenschaftsförderung von Bund und Ländern.
Der derzeit im Aufbau befindliche Hochleistungsrechner Karlsruhe (HoreKa) wird bei Inbetriebnahme dem Nationalen Hochleistungsrechnen (NHR) zur Verfügung gestellt.
(Quelle: Amadeus Bramsiepe, KIT )
Mit HoreKa wird hier im Frühjahr 2021 einer der leistungsstärksten Supercomputer Europas stehen. Die NHR-Allianz hat ein Jahresbudget von 62,5 Millionen Euro, ein hoher einstelliger Millionenbetrag geht jährlich ans KIT.
»Baden-Württemberg ist in Sachen Supercomputing europaweit führend und international konkurrenzfähig. Ein Beleg dessen ist auch die heutige Aufnahme des KIT als Zentrum des Nationalen Hochleistungsrechnens. Die Öffentlichkeit darf gespannt sein, zu welch bemerkenswerten Forschungsergebnissen die beeindruckende Rechenleistung und das geballte Methodenwissen am KIT der computergestützten Spitzenforschung verhelfen werden«, so die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer.
Der bestehende Hochleistungsrechner Karlsruhe (HoreKa) wird im Sommer 2021 voll einsatzbereit sein und eine Rechenleistung von rund 17 PetaFLOPS erbringen – also etwa 17 Billiarden Rechenoperationen in der Sekunde. Das entspricht der Leistung von mehr als 150 000 Laptops. Mit der Aufnahme des KIT in den NHR-Verbund ist schon jetzt die Finanzierung der Nachfolgesysteme von HoreKa gesichert. »Deren Rechenleistung wird noch in ganz andere Dimensionen vorstoßen«, sagt Professor Martin Frank, Direktor des Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT. Doch biete das KIT innerhalb der NHR-Allianz viel mehr als bloße Rechenleistung: »Wir wollen insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, schneller und effektiver zu Ergebnissen zu kommen«, so Frank. Um mit einem datenverarbeitenden Kraftpaket wie HoreKa umzugehen, brauche es besonderes Know-how. Hier seien intensive Beratung und engmaschige Betreuung der Nutzerinnen und Nutzer aus der Wissenschaft gefragt. »Unser Schwerpunkt wird also die umfassende Userunterstützung sein.«



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