EmbeddedWorld 02.04.2018, 19:20 Uhr

Zufriedene Aussteller und Fachbesucher

Das Internet of Things ist weitgehend durchstandardisiert: das auf der sechzehnten Ausgabe der EmbeddedWorld in Nürnberg addressierte Problem ist die technische Implementierung.
Die Leitmesse der Embedded-Community legte 2018 bei Fachbesuchern und Ausstellern erneut zu.
Der Begriff des Ökosystems rückt von Chiphersteller bis zum Messtechnik-Anbieter in den Mittelpunkt. Kaufe man einst ein Multimeter oder einen Spektralanalysator, so erwirbt man heute bei Keysight/Tektronix/LeCroy eine Plattform zur Lösung messtechnischer Probleme. Dass STMicroelectronics mit dem Kauf von Atollic für Chaos gesorgt hat, ist klar – der Anbieter des ESP32 versucht sein Glück am Anbieten diverser Bibliotheken, während Nuvoton am Nucleo angelehnte Evaluationsplatinen auf den Markt wirft.
Zur Befriedigung der immer höher werdenden Nutzeransprüche sind Echtzeitbetriebssysteme wichtig: wer alles von Hand programmiert, fährt ein. Amazon kaufte FreeRTOS auf, um Entwickler an die diversen IoT-Cloudservices zu binden. Microsoft bietet derweil quelloffene Edge-Lösungen an, die die Kosten des Azure-Hostings reduzieren helfen sollen. Die Linux Foundation freut sich über das Chaos – man geht davon aus, dass FreeRTOS durch den neuen großen Partner viel Sympathie verliert, was dem hauseigenen Zephyr-System zu Gute kommt.
In Sachen Vernetzung gibt es wenig wirklich Neues: NFC-Tags werden immer billiger und bringen diverse Sensoren mit. Interessanter ist da schon das Aufkommen von Secure Elements: es handelt sich dabei um ICs, die kryptographische Schlüssel verwalten und so die Systemsicherheit erhöhen.
Die Qt Company distanziert sich derweil von Handcomputer: anstatt Android und iOS fand sich am Stand eine (nichtkommerzielle) Portierung von Qt für den STM32 und eine Einführung in das für den Automotive-Bereich vorgesehene Qt 3D Studio.


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