Datensicherheit 07.11.2021, 15:37 Uhr

Produktionssektor muss nachbessern

Der neue Datenrisiko-Report für den Produktionssektor von Varonis Systems zeigt ein gravierendes Ausmaß an Exposition interner und sensibler Dateien bei Fertigungsunternehmen.
Der neue Datenrisiko-Report von Varonis Systems untersucht die Datensicherheit in Fertigungsunternehmen.
(Quelle: www.varonis.de)
So hat jeder Mitarbeiter durchschnittlich Zugriff auf gut 6 Millionen Dateien (18 Prozent des gesamten Datenbestands), wovon 27.000 sensible Informationen wie geistiges Eigentum, Geschäftspläne und Finanzinformationen enthalten. Im Falle einer Kompromittierung etwa in Folge eines Ransomware-Angriffs sind diese unmittelbar gefährdet. Für den Report wurden insgesamt rund vier Milliarden lokal, in der Cloud sowie in hybriden Umgebungen gespeicherte Dateien im Rahmen von Datenrisikobewertungen bei 50 Produktionsunternehmen weltweit (unter anderem in den USA, Deutschland, Frankreich und UK) analysiert.
»Fertigungsunternehmen verfügen über sensible und ausgesprochen wertvolle Daten und werden deshalb immer häufiger zum Ziel von Angriffen. Gerade in jüngster Zeit konnten wir sehen, welche verheerenden Folgen Ransomware gerade auch in diesem Bereich hat und ganze Anlagen außer Betrieb setzen kann«, erklärt Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis Systems. »Ein Schlüssel zur Begrenzung des Schadens sind die Zugriffsrechte. Wird ein Nutzerkonto kompromittiert, sind alle Dateien, auf die es zugreifen kann, in akuter Gefahr. Entsprechend gilt es, diesen Explosionsradius auf ein Minimum zu reduzieren.«
Im Vergleich zu regulierten Sektoren wie dem Gesundheitswesen und dem Finanzbereich variiert das Sicherheitsniveau und die Cyberresilienz innerhalb der Branche sehr stark: Während einige Unternehmen über ausgereifte Datensicherheitsrichtlinien und Verfahren zur Reaktion auf Vorfälle verfügen, haben andere nur wenige Abhilfemaßnahmen ergriffen. Im Durchschnitt verursachen Datenvorfälle bei Fertigungsbetrieben Kosten in Höhe von 4,25 Millionen Euro. Die Entdeckung und Eindämmung eines Cyberangriffs dauern mit 220 Tagen länger als in den meisten anderen Branchen.




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