Öffentlichen Verwaltung 01.12.2019, 10:38 Uhr

Darum scheitern IT-Projekte

Eine unpräzise Formulierung der Projektziele und zum Teil eine unzureichende Ausbildung und Fähigkeiten in der Anwendung von Projektmanagement-Methoden sind die häufigsten Ursachen für das Scheitern von IT-Projekten in der Öffentlichen Verwaltung.
Tobias Beckmann ist Head of Digital Services Advisory der iTSM Group.
(Quelle: www.itsmgroup.com )
Und ein solches Scheitern ist nicht selten – nach unterschiedlichen Studien wird in diesem Bereich nur jedes zweite Projekt erfolgreich abgeschlossen.
Die fehlende Präzision bei der Formulierung der Projektziele führt laut iTSM zum Einen zu Orientierungslosigkeit bei den Projektbeteiligten und zum Anderen zu einem gefährlichen Eigenleben von Teilprojekten, denen ein gemeinsames Ziel fehlt und die sich zum Schluss nicht sinnvoll integrieren lassen. Nachbesserungen, Verzögerungen oder gar das Scheitern des gesamten Projekts sind die Folgen.
Ungeklärte oder gar konkurrierende Kompetenzen sind ein weiteres spürbares Problem, wenn unterschiedliche Fachabteilungen oder multiple Behörden in ein Projekt involviert sind. An die Stelle konstruktiver Zusammenarbeit tritt laut iTSM dann häufig die Verfolgung von Partikularinteressen, die ein zielführendes Handeln erschwert. In einer solchen Konstellation erhält im Extremfall jemand Entscheidungskompetenzen, kann diese aber nicht projektübergreifend durchsetzen. So liegt beim Digitalisierungsprojekt des Bundes die Projektleitung beim Innenministerium, das aber kein Weisungsrecht gegenüber anderen beteiligten Ministerien und Dienstleistern hat.
»Eine klare strategische Zielsetzung, eine genaue Nutzenbeschreibung und eine solide wirtschaftliche Kalkulation sind die Grundpfeiler eines jeden erfolgreichen IT-Projekts auch in der Öffentlichen Verwaltung«, kommentiert Tobias Beckmann, Head of Digital Services Advisory der iTSM Group. »Ein kompetentes Projektmanagement und der Einsatz etablierter Projektmethoden helfen ebenfalls dabei, Fehlentwicklungen und Verzögerungen zu vermeiden. Zudem müssen Test und Rollout sorgfältig geplant und die Anwender konsequent begleitet werden, um eine reibungslose Überführung in den laufenden Betrieb zu gewährleisten.«



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