Ifo-Institut 24.08.2020, 11:05 Uhr

Mehr Digitalisierung

Corona hat die Welt fest im Griff. Welche Auswirkungen dies auf die Unternehmen und ihre Arbeitsabläufe hat, untersuchte das ifo Institut im Auftrag von Randstad Deutschland mittels einer Befragung von knapp 800 deutschen Personalleitern.
Viele Abläufe im Arbeitsalltag haben sich aufgrund der Corona-Pandemie verändert.
(Quelle: www.ifo.de )
Die wichtigsten Ergebnisse: Der digitale Wandel wurde in einem Großteil der Firmen durch die Corona-Pandemie beschleunigt (55 Prozent), wobei große Unternehmen den digitalen Wandel konsequenter umsetzen als kleine. Pandemiebedingt wurden digitale Tools zur Kommunikation eingeführt (23 Prozent) oder deren Anwendung (36 Prozent) intensiviert. Videokonferenzen gehörten während der Corona-Pandemie für einen zunehmenden Teil der Belegschaft zum Arbeitsalltag.
Diese Veränderung dürfte dauerhaft sein, denn die Firmen beabsichtigen den Angaben der Personalleiter zufolge, auch nach der Corona-Pandemie häufiger virtuelle Konferenzen abzuhalten (64 Prozent). Die Planungen sehen darüber hinaus ein Hochfahren des Homeoffice-Angebots vor (47 Prozent). Vor-Ort-Meetings dürften hingegen von der Mehrheit der Firmen seltener angesetzt werden (59 Prozent). Darüber hinaus werden Dienstreisen auf den Prüfstand gestellt. In 61 Prozent der Unternehmen dürften den Planungen zufolge seltener Dienstreisen durchgeführt werden.
Der Lockdown führte zu einer deutlich stärkeren Nutzung von Homeoffice. Während vor der Corona-Pandemie 39 Prozent der Mitarbeiter zumindest teilweise von zuhause arbeiten konnten, waren es Ende des zweiten Quartals 2020 61 Prozent. Das Potenzial für Homeoffice ist damit aber noch nicht ausgeschöpft. Theoretisch könnten 80 Prozent der Firmen Homeoffice-Arbeitsplätze anbieten.


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