Bitkom 28.01.2019, 08:25 Uhr

82.000 freie Jobs im Dezember

Die Zahl offener IT-Stellen ist laut Bitkom im Jahr 2018 um 49 Prozent auf nun 82.000 angestiegen. Inzwischen konstatieren acht von zehn der mehr als 800 befragten Unternehmen einen Mangel an IT-Spezialisten.
Für Dezember 2018 meldete der Branchenverband Bitkom 82.000 unbesetzte IT-Jobs.
(Quelle: Bitkom)
Vor einem Jahr waren es noch zwei von drei (67 Prozent). In den Unternehmen geht man davon aus, dass die Zahl unbesetzter Stellen weiter steigt. Sechs von zehn erwarten, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Die Personalsuche ist langwierig. Im Durchschnitt dauert es fünf Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen. Jedes dritte Unternehmen berichtet, dass IT-Jobs langsamer besetzt werden können als andere Positionen. »Quer durch alle Branchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. »Auch in vielen klassischen Berufen steigen die Anforderungen an die Digitalkompetenz. Diese Entwicklung zeigt sich in der rasant wachsenden Zahl vakanter IT-Jobs.«
Die besten Aussichten auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Software-Entwickler. Dahinter folgen Projektmanager, Anwendungsbetreuer, Qualitätsmanager und Sicherheitsexperten. Einen aufsteigenden Trend gibt es bei den vergleichsweise neuen Profilen Data Scientist und Virtual Reality Designer. »Die IT-Berufe differenzieren sich immer weiter aus und es entstehen immer neue Berufsbilder«, sagt Rohleder.
Die Besetzung von IT-Stellen scheitert vor allem am Geld, aber auch an fehlender Qualifikation und Kompetenz. So lässt die starke Nachfrage nach IT-Spezialisten auch die Gehaltsvorstellungen der Bewerber steigen. Drei von vier Unternehmen erklären, die Bewerber forderten zu viel Gehalt. Rund vier von zehn bemängeln fehlende fachliche Qualifikation, ein gutes Drittel vermisst Soft Skills wie etwa Sozialkompetenzen. Erst danach rangieren mangelhafte Testergebnisse im Auswahlverfahren. Rohleder: »IT-Fachkräfte haben beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Bei guter Qualifikation können sie sich den Job in der Regel aussuchen. Das führt dazu, dass gute Kandidaten für viele Unternehmen kaum zu bezahlen sind – gerade für den Mittelstand und die öffentliche Hand.«


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