16.05.2013, 11:31 Uhr

Mobiles Bezahlen mit valuephone-App und Deutscher Post

Mobile-Payment-Anbieter valuephone und die Deutsche Post, genauer die Deutsche Post Zahlungsdienste GmbH (DPZ), eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Post DHL, wollen gemeinsam das mobile Bezahlen in Deutschland anbieten. Nach erfolg­reichen Markt­tests kündigten beide Unternehmen jetzt an, gemeinsam eine sichere und vollständige Lösung für das Bezahlen mit dem Mobiltelefon in den Markt zu bringen. Dabei übernimmt die DPZ die Abwicklung des elek­tronischen Zahlungsverkehrs, während valuephone die Plattform für die mobilen Services, inklusive Mobile Payment, die Kassenintegration und die Apps für die Konsumenten entwickelt und betreibt. Der Start für den bundesweiten Markteintritt soll diesen Monat erfolgen.
Noch immer ist die Sorge um die Sicherheit ein Hauptgrund, der viele Verbraucher vom Bezahlen mit dem Smartphone abhält. Mobiles Bezahlen sicher zu machen, war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer bisher einmaligen Sicherheitsarchitektur. valuephone hat eine vollkommen von bisherigen Diskussionen abweichende Realisierung des Mobile Payments entwickelt und mit der DPZ hierfür einen angesehenen Innovationspartner gewonnen. Das jetzt vorgestellte System für Mobile Payment entspricht laut valuephone den Anforderungen des Handels an Sicherheit, Schnelligkeit und Einfachheit. Die Lösung ist insbesondere auf den Handel zugeschnitten.
Kern der neuen Sicherheitslösung für mobiles Bezahlen ist die Trennung des Bezahlvorgangs in Mobile Payment Service Enabler, valuephone, und in einen Mobile Payment Service Provider, Deutsche Post Zahlungsdienste. valuephone übernimmt dabei die Prozesse zwischen Händler sowie Kunde und die DPZ wickelt den Zahlungsverkehr sicher ab. Als Zahlungsinstitut im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) hat sich die DPZ auf die Autorisierung von Zahlungen mit neuen Zahlungsmedien sowie deren Inkasso spezialisiert, erfüllt damit alle Sicherheitsstandards und genießt Vertrauen im Markt. Durch diese Teilung bleiben etablierte Prozesse auf Seiten des Handels sowie des Zahlungsproviders bestehen. Eine Einbindung der Kartenzahlungsinfrastruktur oder zusätzliche Hardware an der Kasse des Einzelhandels ist nicht notwendig. Weitere Partner sind nicht erforderlich, wodurch eine sehr einfache Struktur und Verantwortlichkeit für den Prozess gegeben ist.
Wie funktioniert mobiles Bezahlen?
Der Nutzer muss sich einmalig für Mobile Payment in der jeweiligen valuephone-App registrieren. Die Registrierung ist mit jedem deutschen Konto unabhängig vom Bankinstitut möglich. Mobile Payment kann dann sofort genutzt werden, mit den valuephone-Apps all der Händler, die bereits Mobile Payment anbieten. Die Anwendungen stehen für alle gängigen Smartphones wie das iPhone, Windows Phone sowie die Android-Plattform zur Verfügung.
Sicherheitsaspekte
Auch während des Zahlungsvorgangs und der Autorisierung der Zahlung durch den Verbraucher bestehen besondere Sicherheitsvorkehrungen. Die vollständigen sensiblen Zahlungsinformationen wie etwa personenbezogene Daten im Rahmen der Anmeldung für Mobile Payment und insbesondere auch die Bankverbindung sind zu keinem Zeitpunkt auf dem Smartphone gespeichert oder vorhanden. Die Daten werden nur einmalig bei der Registrierung für Payment erfasst und dabei sicher verschlüsselt in die gesicherten Bereiche der Deutschen Post Zahlungsdienste weitergeleitet. Bei den Zahlungstransaktionen werden keine Kontodaten übermittelt.
In der Lösung von valuephone und DPZ sind die Kontodaten weder den Händlern, noch Mobilfunkprovidern oder valuephone bekannt, sondern ausschließlich dem Zahlungsprovider, der Deutschen Post Zahlungsdienste. Außerdem sind auch wichtige Prozesse am Point of Sale berücksichtigt, wie etwa Storno oder Rückerstattung. Neben der Sicherheit ist auch die Schnelligkeit gewährleistet: Der Zahlvorgang mit dem Mobiltelefon ist schneller als mit Bargeld oder Karte.
Im Falle eines gestohlenen Mobiltelefons wird der Missbrauch durch die erforderliche Eingabe der PIN bei Transaktionen verhindert. Auch bei Verlust des Mobiltelefons sind die Bankdaten der Kunden sicher, da keinerlei sicherheitskritische Daten auf dem Telefon gespeichert werden und keine Kommunikation mit dem valuephone-System in irgendeiner Art mehr möglich ist. Die auf dem Telefon verbleibende Anwendung ist dann nichts weiter mehr als ein leerer Container. Die DPZ bietet dem Verbraucher zusätzlich bei diesem Verfahren eine Sperrhotline ähnlich wie es heute bei Kartenorganisationen üblich ist und sichert den Händler gegen Zahlungsausfälle bei diesem Verfahren ab. [bl]



Das könnte Sie auch interessieren