23.04.2009, 10:53 Uhr

Das mobile Web

Der Zugang zum Internet über Handy, PDA, Smartphone, IPod oder IPhone eröffnet heute ganz neue Anwendungs- und Kommunikationsformen. Tom Alby beschreibt, wie aktuelle Webanwendungen wie Flickr, YouTube und LastFM etc., die unter der Flagge "Web 2.0" segeln - mobile Geräte einbeziehen.
Autor: Tom Alby
Untertitel: 3G, 3GP, 4G, Android, Edge, GSM, HSPA, iPhone, LBS, PTT, UMTS, WAP, WCDMA, WIMAX, WML, WURFL
Verlag: Hanser 2008, 229 Seiten
Preis: 24,90 €
ISBN: 978-3446415072
Am Untertitel des Buches lässt sich gleich ablesen, dass die technischen Varianten dabei zahlreich sind. Alby gibt zunächst einen knappen, aber verständlichen Überblick über die momentan verfügbaren Techniken. Er geht aber nicht nur auf den aktuellen Stand der Dinge ein, sondern wirft auch einen Blick voraus auf zukünftige Nutzungsmöglichkeiten, die aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten denkbar sind. Chancen und Risiken auf der Seite der Anbieter und auf der Seite der Nutzer werden dabei abgewogen. Auch die verschiedenen Geschäftsmodelle kommen zur Sprache.
Webentwickler stehen nach der Einschätzung des Autors vor der Alternative, den Schwerpunkt auf native Anwendungen für mobile Geräte zu legen oder Webseiten für die mobile Nutzung zu optimieren. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, welche Plattform bevorzugt genutzt werden soll. Im Augenblick herrscht auf diesem Feld ein Nebeneinander verschiedener Plattformen wie Palm OS, Symbian, BlackBerry, Windows Mobile, Apple iPhone oder Android.
Wie sich diese Plattformen in den nächsten Jahren am Markt behaupten werden, weiß niemand so genau. Außerdem konkurrieren verschiedene Sprachen und Spezifikationen: WML, die XML-basierte Wireless Markup Language, die Teil des WAP-Protokolls ist; XHTML und XHTML-Mobile Profile - eine Untermenge von XHTML für mobile Geräte; UAProf - eine zuletzt von der Open Mobile Alliance definierte Beschreibung der Fähigkeiten mobiler Geräte, WURFL (steht für Wireless Universal Resource File und ist eine Open-Source-Variante von UAProf). Der Autor konstatiert im letzten Kapitel bescheiden, dass sich viele Prophezeiungen über die Geschwindigkeit, mit der sich das mobile Web ausbreitet, nicht erfüllt haben. "Wann kommt es nun wirklich?" ist deshalb eine seiner letzten Fragen. (Helmut Vonhoegen/Natascha Maslo/am)



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