26.05.2014, 08:50 Uhr

Jeder zweite deutsche Entwickler ist in IoT-Projekte involviert

Das Internet der Dinge wird zur Realität. Die Softwarebranche arbeitet mit Hochdruck an IoT-Anwendungen und setzt dafür massiv personelle Ressourcen ein. Etwa 50 Prozent der Entwickler in Deutschland arbeiten an IoT-Projekten oder werden das zukünftig tun. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die die Developer Week im März und April 2014 unter 416 Softwareentwicklern durchführte.
Jeder zweite deutsche Entwickler ist in IoT-Projekte involviert
Jeder zweite deutsche Entwickler ist in IoT-Projekte involviert
Bis zum Jahr 2020 sollen es 50 Milliarden Geräte sein, die über das Internet miteinander kommunizieren und jede Sekunde kommen 80 neue Geräte hinzu. Die Entwicklung wird ganze Wirtschaftszweige revolutionieren. Nach Meinung der befragten Entwickler hat IoT sehr großes Wachstumspotenzial insbesondere in der Automobilbranche (27,0 Prozent). IoT-Anwendungen sollen Fahrzeuge in digitale Cockpits verwandeln: zum Beispiel den Fahrern assistieren, Unfälle verhindern und Informationen aus Heim und Büro aufs Armaturenbrett liefern. Auch in der Haus-Automatisierung sehen die Entwickler sehr großes Potenzial (25,0 Prozent). Hier wird bereits an Drahtlossystemen und an Apps für Verbraucher gearbeitet, die die Haustechnik vernetzen und automatisch steuern können. Aber auch das Transport- und Verkehrsgewerbe wird nach Meinung der Experten von IoT profitieren (23,8 Prozent) – beispielsweise Anwendungen von smarten Infrastruktur- und Notfallsystemen  oder zur intelligenten Verkehrstechnik.
Die Hälfte der Befragten (50,2 Prozent) sieht bei IoT die größte Herausforderung in den Sicherheitslücken, die es zu schließen gilt. Aber auch Datenschutz und Verbraucherschutz in Europa wird als große Hürde für IoT gesehen (46,7 Prozent).
„Internet der Dinge steht kurz vor dem Durchbruch und die Softwareentwickler sind das Zünglein an der Waage “, ist Florian Bender, Projektleiter der Developer Week und Initiator der Studie, überzeugt. „Es fehlen noch Konzepte für massentaugliche Anwendungen, die gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit garantieren. Unsere Experten auf der Developer Week zeigen hierfür Lösungsansätze.“
Die Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft, NIK e.V., unterstützt das Treffen der Softwareentwickler, das vom 14. bis 17. Juli in der Nürnberger Messe stattfindet. Das Internet der Dinge hat hohe Relevanz für regionale Infrastrukturen, so auch für den Nürnberger Wirtschaftsraum. „Das Internet of Things muss ein Internet of Trust werden, denn es greift direkt in reale, sicherheitskritische Infrastrukturen wie Energie- und Lebensmittelversorgung oder in den Straßenverkehr ein, wenn Autos mit anderen Maschinen kommunizieren“, ist Michael Nordschild, Geschäftsführer NIK e.V., überzeugt.



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