itSMF-Studie 12.04.2010, 17:22 Uhr

Transparenz der IT dank Configuration Management

41 Prozent der deutschen Unternehmen verfügen über ein Configuration Management. Doch jedes zweite Unternehmen verzichtet noch immer auf die Möglichkeit, bestehende Probleme im IT-Service durch die Einführung eines Configuration Management zu lösen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von RAAD Research im Auftrag des itSMF, die zwischen November 2009 und Januar 2010 unter 300 IT-Leitern beziehungsweise Verantwortlichen für das Configuration Management großer und mittelständischer Unternehmen durchgeführt wurde.
Immerhin ist die Quote derjenigen Unternehmen, die sich für die Einführung des Configuration Management entschieden haben, in den vergangenen beiden Jahren um 15 Prozent gestiegen. Hat ein Unternehmen hingegen keine bewussten Schmerzen damit, dass es beispielsweise Abhängigkeiten zwischen IT-Betriebsmitteln und IT-Services nicht dokumentiert hat und diese deshalb nicht nachvollziehen kann, gibt es keine Bestrebungen hinsichtlich des Configuration Management. Insbesondere Organisationen mit einfacher IT sehen keinen Bedarf für ein weitreichendes Configuration Management. Sie tendieren dazu, einzelne Teilaspekte der ITIL-Disziplin umzusetzen – also etwa die Inventarisierung der IT-Betriebsmittel oder das Asset- und Lizenzmanagement. Je komplexer die IT-Landschaft ist, desto eher wird indes versucht, sie durch ein Configuration Management zu zähmen.
Treiber für die Einführung eines umfassenden Configuration Management ist in zwei von drei Fällen das IT-Management, gefolgt vom operativen IT-Betrieb. Nahezu allen Organisationen geht es darum, Transparenz in die von ihnen eingesetzten IT-Betriebsmittel zu bringen. 73 Prozent wollen Asset- und Lizenzmanagement einführen, 70 Prozent Fehler bei geplanten Änderungen von Komponenten und Anwendungen nachvollziehen können. Diese Ziele werden zu mehr als 95 Prozent erfüllt, wie die Studie belegt. Hinzu kommt, dass Unternehmen ohne Configuration Management deutlich unzufriedener mit ihrer IT-Ressourcen- und Finanzplanung sind – auch wenn sie gleichzeitig meinen, ein Configuration Management nicht zu benötigen. Während der Einführung des Configuration Management sind aber durchaus einige Hindernisse zu überwinden, wie die Studie belegt: Vor allem die Komplexität des Themas und der hohe manuelle Aufwand führen die Befragten an. Nach der Einführungsphase sind außerdem permanente Anpassungen und Verbesserungen notwendig. Die vollständige Studie „Configuration Management 2010“ ist ab sofort über den itSMF zu beziehen. (am)



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