22.03.2010, 11:59 Uhr

VirtualBox 3.1.4 - Systemvielfalt mit virtuellen Maschinen

Für die Desktop-Virtualisierung bietet sich das kostenfreie Tool VirtualBox an, das ursprünglich über Sun Microsystems erhältlich war und nun zur Oracle-Produktpalette gehört. Es steht in gesonderten Fassungen für Windows. Linux (z.B. SuSE, Debian, Ubuntu, Fedora, Mandriva, Red Hat, Turbolinux), Solaris/OpenSolaris und auch den Mac zum Download bereit. Ein gesondertes SDK (Software Development Kit) wird nach einer Benutzerregistrierung ebenfalls bereitgestellt. Das Programm erlaubt die Anlage sowie das Ausführen virtueller Maschinen (VMs) auf Rechnern mit Intel-und Amd64-Prozessoren.
Die Anlage dieser VMs erfolgt über virtuelle Festplatten, die auf dem Systemlaufwerk liegen. Jedem neuen System weisen Sie Hardware-Ressourcen, Rechenleistung, Grafikspeicher oder auch Festplattenspeicher nach Bedarf zu. Starten Sie das System der definierten virtuellen Maschine erstmalig, nehmen Sie die Einrichtung des Betriebssystems in der virtuellen Maschine über die zugehörigen Installationsmedien dieses Systems vor. Für die Systemeinrichtung benötigen Sie die zugehörigen Produtschlüssel und müssen gegebenenfalls auch eine erforderliche Produktaktivierung drurchführen. Die Installation erfolgt auf der virtuellen Festplatte. Arbeiten Sie beispielsweise unter MAC OS X, richten Sie sehr leicht nach Bedarf die zusätzlichen Systeme Linux oder auch Windows Vista oder auch Windows 7 ein. Nach der Einrichtung des Systems installieren Sie dann spezielle Gasterweiterungen (Guest Additions), mit denen die virtuelle Maschine für den Einsatz unter dem genutzten Hostsystem optimiert wird. Die Gasterweiterungen sind für die unterstützten Systeme in gesonderten Fassungen verfügbar. Unter Mac OS X erlauben die Gasterweiterungen beispielsweise die Direct3D-Unterstützung in einer virtuellen Windows-Maschine. Die 3D-Unterstützung muß dabei zunächst über die zugeordnete VM-Option 3D-Beschleunigung aktivieren aktiviert werden. Die Einrichtung der Gasterweiterungen muß in der Windows-Vista- oder Windows-7-VM allerdings im abgesicherten Modus vorgenommen werden, das ansonsten der Austausch bestimmter Systemdateien durch Windows selbst unterbunden wird. Mit dem Dienstprogramm Dxdiag prüfen Sie unter Windows nach Einrichtung der Gasterweiterungen die Unterstützung der Direct-3D-Ausgabe. Das virtuelle System wird nach der Einrichtung über VirtualBox ausgeführt. Dabei variieren Sie frei, ob die virtuelle Maschine im Vollbildmodus, im Fenstermodus oder im nahtlosen Modus betrieben werden soll. Im nahtlosen Modus werden die Fenster der virtuellen Maschine parallel neben den Fenstern des Hostsystems verwaltet. Unter dem Mac lassen sich die Taskleiste und die Mac-Toolbar parallel anzeigen. Gestartete Fenster werden dann, unabhängig davon, ob es sich um Mac- oder Windows-Anwendungen handelt, parallel auf dem Mac-Desktop angezeigt und lassen sich direkt anwählen und untereinander verschieben. Auch ein Datenaustausch über die Zwischenablage wird im nahtlosen Modus unterstützt. Alle Definitionen zu den virtuellen Maschinen werden über eine XML-Konfigurationsdatei verwaltet, die auch direkt bearbeitbar ist. Weiterführende Informationen sowie die herunterladbaren Tools finden Sie hier. (am)




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