25.03.2009, 12:00 Uhr

XQuery und SQL/XML in DB2-Datenbanken

Das Buch von Alfred Moos behandelt die in DB2 zur Verfügung gestellten speziellen Funktionen für XML an zahlreichen kleinen Beispielen. Gleichzeitig liefert der Titel aber auch einen systematischen Einstieg in den Umgang mit XML-Dokumenten und speziell in die insgesamt noch eher zögerlich verbreitete Abfragesprache XQuery, in der der Autor ein noch unausgeschöpftes Potential sieht.
Autor: Alfred Moos
Untertitel: Verwaltung und Erzeugung von XML-Dokumenten in DB2
Verlag: Vieweg+Teubner Verlag 2008, 333 Seiten
Preis: 29,90 €
DB2, das Datenbanksystem von IBM, hat seit der Version 9.5 eine enge Verzahnung von XML und SQL implementiert. Mit SQL/XML stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung, um XML-Dokumente direkt in relationale Datenbanken zu integrieren. Diese Funktionen stellen einfache Verfahren bereit, um hierarchische Dokumente in der DB2-Umgebung zu erzeugen und zu verwalten. Gewissermaßen in der Gegenrichtung können Funktionen für die vom W3C standardisierte Abfragesprache XQuery dazu zu verwendet werden, um SQL-Informationen in XML zu übernehmen. Im Buch wird vom Entwurf von Datenmodellen mit UML und ihrer Überführung in XML-Schemas ausgegangen. Anschließend wird das Datenmodell erläutert, das als Basis von XQuery verwendet wird, und der Unterschied zu dem relationalen Datenmodell herausgearbeitet. Es folgt die Beschreibung der Operatoren und Konstruktoren, die in XQuery bereit stehen, um die verschiedenen Knotentypen zu erzeugen.
Nachdem auch die Datentypen vorgestellt sind, können dann im Detail die verschiedenen Typen von Ausdrücken beschrieben werden, die den Kern der Sprache ausmachen. Dabei geht es einmal um Pfadausdrücke, die aus der XPath-Spezifikation stammen. Zum anderen geht es um spezielle FLWOR-Ausdrücke (For-Let-Where-OrderBy-Return), die zur Verknüpfung, Umgestaltung und Neukonstruktion von XML-Dokumenten eingesetzt werden. Sie ähneln den SQL-Klauseln. Schließlich wird noch auf das Verarbeitungsmodell von XQuery eingegangen. Das Buch ist als Lehrbuch für das Informatik-Studium konzipiert, der didaktische Gestus ist vielleicht manchmal etwas deutlich. Zahlreiche Übungen wollen gelöst werden. Sehr hilfreich sind die vielen sorgfältig gestalteten Diagramme und die tabellarischen Referenzen. (Helmut Vonhoegen/am)



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