Datensicherheit im Internet 11.02.2018, 17:17 Uhr

Jeder dritte Verbraucher hat negative Erfahrungen

In kaum einem anderen Land wird so viel über die Nutzung von Daten und Privatsphäre diskutiert wie in Deutschland.
Marion Lanaro ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Boniversum.
Dennoch berichtet über ein Drittel deutscher Online-Nutzer von Erfahrungen, bei denen persönliche Daten im Internet missbraucht wurden. Trotzdem empfinden die meisten Verbraucher ein hohes Sicherheitsgefühl bei Transaktionen im Internet – insbesondere beim Online-Banking. Dies ergab die aktuelle bevölkerungsrepräsentative Verbraucherbefragung der Creditreform Boniversum GmbH zum Thema Datensicherheit im Internet.

Der Missbrauch von persönlichen Daten beim Online-Shopping im Speziellen beziehungsweise bei Transaktionen im Internet im Allgemeinen weist eine nicht zu unterschätzende Größenordnung auf. Über ein Drittel der befragten Personen gibt an (34 Prozent; 19,2 Millionen Verbraucher), bereits einmal erlebt zu haben, dass persönliche Daten im Internet missbraucht, das heißt, gegen den eigenen ausdrücklichen Willen verwendet worden sind. 12 Prozent der Verbraucher berichten sogar von häufigen Missbrauchserfahrungen persönlicher Daten. Überdurchschnittlich betroffen sind Männer, Personen unter 40 Jahren, Personen mit gehobenem Bildungsabschluss, Gering- und Normalverdiener sowie Personen, die im Westen Deutschlands leben. Die gute Nachricht: Die meisten deutschen Online-Nutzer (66 Prozent) haben allerdings noch keine negativen Erfahrungen mit Datenmissbrauch im Internet gemacht.

Trotzdem empfinden die meisten Verbraucher ein hohes Sicherheitsgefühl bei Transaktionen im Internet. Am sichersten fühlen sich Verbraucher beim Online-Banking und beim Online-Shopping. 69 Prozent der Befragten gibt an, dass sie die Weitergabe ihrer Daten bei Online-Bankgeschäften für sicher halten - 44 Prozent der Verbraucher haben beim Online-Shopping sicheres Gefühl.

Bezahlsysteme wie zum Beispiel PayPal oder Sofortüberweisung.de (46 Prozent), Kauf auf Rechnung (31 Prozent) und Kreditkarte (9 Prozent) zählen zu den drei meistgenutzen und beliebtesten Bezahlverfahren der Deutschen. Ebenso werden diese Verfahren von den Verbrauchern als am sichersten eingestuft. Speziell beim Kauf auf Rechnung steht der Sicherheitsaspekt bei den Verbrauchern im Vordergrund - insbesondere Frauen bevorzugen unter diesem Aspekt den Kauf auf Rechnung.

»Verbraucher empfinden den Kauf auf Rechnung nach wie vor als sichere Zahlart. Sie ist nicht nur sehr bequem – der Verbraucher kann sich die Ware vor Bezahlung in Ruhe ansehen – sondern er kann dabei auch sparsam mit seinen Daten umgehen. Er braucht nicht mehr Daten anzugeben als beispielsweise in einem öffentlichen Telefonbuch zu finden sind. Weiterer Vorteil: im Falle von Reklamationen und/oder Rücksendungen, muss der Verbraucher nicht warten bis das Geld wieder auf sein PayPal-, Kreditkarten-, oder Bankkonto zurücküberwiesen wird. Er zahlt die Ware ja erst, wenn er entschieden hat, dass er sie auch behält«, so Marion Lanaro, Mitglied der Geschäftsleitung bei Boniversum.



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