Firefox Quantum 03.10.2017, 09:35 Uhr

Neue Version bringt mehr Performance

Ein Blick hinter die Kulissen des schnellsten Firefox aller Zeiten.
Vergangenen Oktober wurde das Project Quantum vorgestellt – der Ansatz von Mozilla für eine Browser-Engine der nächsten Generation, zugeschnitten auf die Leistungsfähigkeit moderner Computer und gestützt auf Technologie aus dem Forschungsprojekt Servo. Seitdem ist viel passiert und das Entwicklerteam hat alles daran gesetzt, Firefox in Sachen Geschwindigkeit entscheidend zu verbessern.

Zahlreiche Verbesserungen wurden schon im Laufe des Jahres den Nutzern zugänglich gemacht. Dank Multiprozess-Unterstützung hält Firefox jetzt immer genau die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Speicherverbrauch. Technologien wie WebAssembly und WebVR erlauben zudem eine fast native Perfomance von Web-Apps auf Desktop-Computern und VR-Headsets. Im Rahmen von Firefox Quantum werden noch einige weitere Projekte zum Tragen kommen.

Mit Quantum macht Firefox in Sachen Performance einen spürbaren Sprung nach vorn, der Nutzern beim Surfen sofort auffallen wird. Eine komfortable Möglichkeit, um Browser-Performance einzuschätzen, bietet das Speedometer 2.0 – ein Benchmark-Test, der moderne Web-Applikationen simuliert. Auch wenn die genauen Testergebnisse je nach verwendeter Hardware und Apps leicht variieren können, steht eins fest: Firefox Quantum ist rund doppelt so schnell wie unser Firefox von vor einem Jahr.

In der Vergangenheit hat Firefox üblicherweise auf nur einen Prozessorkern zurückgegriffen. Firefox Quantum dagegen macht sich mehrere Kerne zunutze, wie sie heute üblicherweise in mobilen und Desktop-Geräten verbaut sind, und arbeitet dadurch effizienter. Dank dieses verbesserten Einsatzes von moderner Computer-Hardware wird Firefox Quantum merklich schneller.

Eine weitere Neuerung, die ebenfalls für noch mehr Geschwindigkeit sorgt: Ab sofort hat das gerade aktiv genutzte Tab Vorfahrt. Noch vor den Tabs, die im Hintergrund laufen, wird es geladen.

Auch die Nutzeroberfläche von Firefox wurde im Rahmen des Projekts Photon komplett überarbeitet. Mit dem neuen Design etabliert Firefox eine Nutzeroberfläche, die den heutigen hochauflösenden Bildschirmen Rechnung trägt und einem Publikum entgegenkommt, das so hochkonzentriert Aufgaben am Computer erledigt wie kein anderes zuvor. Praktischer Minimalismus ist für Photon das zentrale Stichwort. Neben quadratischen Tabs bringt das neue Design flüssige Animationen sowie eine Bibliothek mit sich, die schnellen Zugriff auf alle Arten von gespeicherten Dinge erlaubt, wie etwa Lesezeichen, Pocket, die Chronik, Downloads, Tabs und Screenshots.

Am 14. November erhalten Firefox-Nutzer automatisch ein Update auf Firefox Quantum. Schon jetzt steht eine Beta-Version für Desktop, Android und iOS zur Verfügung. Für Entwicklern gibt es zudem eine Developer Edition mit neuen Tools.




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