Onfido-Studie 29.11.2020, 10:04 Uhr

Verstärkte Nutzung digitaler Konten

Bis vor kurzem war das Internet nur eine von vielen Möglichkeiten, mit Anbietern in Kontakt zu treten und Waren oder Dienstleistungen zu beziehen. Mit Beginn der Covid-19-Pandemie wurde online in vielen Fällen zur einzigen Option.
Die größten Sorgen von Verbauchern beim Eröffnen von Online-Nutzerkonten.
(Quelle: www.onfido.com )
Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der deutschen Befragten der Studie gibt an, seit Beginn der COVID-19-Pandemie vermehrt Online-Dienste in Anspruch genommen zu haben. Je jünger die Nutzer, desto stärker hat die Online-Aktivität zugenommen: Bei der jüngsten Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren ist ein Zuwachs von 78 Prozent zu verzeichnen. Bei den über 55-Jährigen beträgt die Zunahme immerhin noch 39 Prozent.
Durch das veränderte Kaufverhalten stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die Identität ihrer Online-Kunden zuverlässig zu verifizieren und die Kundendaten bestmöglich zu schützen. Insbesondere letzteres ist für deutsche Verbraucher ein wichtiges Kriterium. Fast jeder Zweite (40 Prozent) der deutschen Studienteilnehmer hat die Anmeldung für ein neues Konto oder eine neue Dienstleistung schon einmal aufgrund einer oder mehrerer der oben genannten Störfaktoren abgebrochen. Die hohe Abbruchrate deutet darauf hin, dass Unternehmen an dieser Stelle viele neue Umsatzmöglichkeiten entgehen.
Deutsche Nutzer loggen sich besonders häufig in ihre bereits bestehenden Online-Konten ein - bis zu 24 Mal pro Woche, wie 98 Prozent der Befragten bestätigten. Dabei zeichnen sich Präferenzen bei der Methode der Identitätsverifikation ab, je nachdem welche Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Für das Eröffnen eines Bankkontos bevorzugen 52 Prozent der Befragten die Nutzung von Ausweisdokumenten sowie biometrische Prüfungsverfahren. Beim Mieten von Autos ist die Dateneingabe in Online-Formulare mit 38 Prozent die beliebteste Methode. Für das Einchecken in Hotels wurde die persönliche oder telefonische Identitätsprüfung mit 52 Prozent zum Favoriten erklärt.
Auf die Frage nach der insgesamt beliebtesten Methode, unabhängig von der Dienstleistung, lag mit 38 Prozent die Dateneingabe via Online-Formular vorne, gefolgt von der Verifikation via Ausweisdokument und biometrischer Prüfung (jeweils 33 Prozent). Auf Platz drei gelangte mit 29 Prozent die persönliche oder telefonische Identitätsverifikation.



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