ReIReS-Netzwerk 14.09.2020, 09:35 Uhr

Onlinedatenbank für Religionsforschung

Im EU-Projekt »Research Infrastructure on Religious Studies« (ReIReS) engagieren sich verschiedene europäische Institutionen, darunter die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), für die Etablierung einer innovativen Infrastruktur für Religionsforschung in Europa.
Die Datenbank ReIReSearch bietet Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen.
(Quelle: https://reires.eu )
Ziel ist der transnationale und virtuelle Zugang zu wichtigen Quellen und Forschungsmaterialien im Bereich der europäischen Religionsforschung. Nun startet mit ReIReSearch eine web-basierte Forschungsdatenbank, die als Suchwerkzeug einen verbesserten Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen bietet.
Zum offiziellen Start der Datenbank enthält ReIReSearch bereits Bestände aus den wissenschaftlichen Bibliotheken der Fondazione per le Scienze Religiose Giovanni XXIII, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der KU Leuven und der Universität St. Kliment Ohridski in Sofia. Gegenwärtig sind unter anderem hebräische Manuskripte aus den Jahren 1700 bis 1920 aus der Jüdischen Gemeinde Mainz, eine digitalisierte Version der Quellen von Kirchenräten, eine Auswahl seltener Bücher und Manuskripte aus der Maurits Sabbe Library Leuven sowie Bücher aus den Bereichen Slavistik und Religion erfasst. ReIReSearch liefert auch Suchergebnisse aus der Datenbank Index Religiosus, die von Brepols Publishers für Nutzerinnen und Nutzer, die Zugang zu dieser abonnierten Datenbank haben, zur Verfügung gestellt wird. Weiterhin fortlaufend sollen zudem Daten aus anderen Bibliotheken und Forschungsdatenbanken importiert und damit der Nutzen der Datenbank stetig gesteigert werden.
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist eine von insgesamt 12 wissenschaftlichen Einrichtungen aus ganz Europa, die seit Februar 2018 im ReIReS-Projekt kooperieren. Neben der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU, der hiesigen Bereichsbibliothek Theologie mit der Jüdischen Bibliothek und dem Gesangbucharchiv sind auch die Wissenschaftliche Stadtbibliothek und die Martinus-Bibliothek beteiligt. Das Mainzer Teilprojekt bringt somit die großen historischen Bücherschätze von Stadt, Kirche und Universität zusammen und will deren internationale Sichtbarkeit und transnationale Zugänglichkeit steigern, unter anderem durch die Vergabe von Stipendien an europäische Gastwissenschaftler.



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